Karma

Glaubst du an Karma?

Karma ist für mich keine Frage des Glaubens, sondern etwas, das ich in meinem Leben immer wieder beobachten und erleben kann. Wenn WordPress mich heute fragt, ob ich an Karma glaube, ist meine Antwort deshalb ziemlich eindeutig: Ja. Allerdings nicht in dem Sinn, dass irgendwo eine unsichtbare Instanz sitzt, Buch führt und Strafen verteilt. Für mich zeigt sich Karma viel unmittelbarer. Menschen setzen etwas in Bewegung, und irgendwann begegnet ihnen genau diese Bewegung wieder.

In den vergangenen Jahren konnte ich das erstaunlich oft beobachten. Gerade bei Menschen, die versucht haben, uns das Leben schwerzumachen, unsere Arbeit zu behindern oder das Drachenzentrum Ullrich aufzuhalten, entstanden später Situationen, die mich manchmal nur noch verblüfft haben. Dinge, die sie anderen zugemutet hatten, tauchten plötzlich in ihrem eigenen Leben auf. Entscheidungen, mit denen sie uns unter Druck setzen wollten, erzeugten an anderer Stelle Schwierigkeiten für sie selbst. Verhalten, das sie für völlig selbstverständlich hielten, kam aus einer anderen Richtung zu ihnen zurück.

Manchmal war die Ähnlichkeit so deutlich, dass ich einfach nur dachte: Das kann doch jetzt nicht wahr sein.

Und ja, gelegentlich fand ich es sogar ziemlich witzig.

Nicht unbedingt deshalb, weil ich möchte, dass andere Menschen leiden. Darum geht es für mich gar nicht. Das Interessante ist vielmehr die unglaubliche Präzision, mit der manche Dinge zurückkommen. Fast wie ein Boomerang, den jemand mit voller Kraft wirft und dabei vollkommen vergisst, dass Boomerangs die unangenehme Eigenschaft haben, irgendwann wieder in die Richtung desjenigen zurückzufliegen, der sie losgeschickt hat.

Karma als Boomerang

Karma bedeutet für mich deshalb vor allem Wirkung und Rückwirkung. Was wir in die Welt geben, verschwindet nicht einfach. Worte haben Wirkung. Entscheidungen haben Wirkung. Handlungen haben Wirkung. Auch die Art, wie wir mit anderen Menschen umgehen, erzeugt etwas.

Besonders spannend finde ich dabei, dass viele Menschen die Verbindung zwischen ihrem eigenen Verhalten und dem, was später geschieht, überhaupt nicht erkennen.

Ich habe Menschen erlebt, die uns etwas zugemutet haben und anschließend selbst in eine sehr ähnliche Situation geraten sind. Statt innezuhalten und vielleicht einmal darüber nachzudenken, kam jedoch häufig die nächste Handlung hinterher. Noch einmal Druck. Noch eine Grenzüberschreitung. Noch einmal dieselbe Haltung. Und manchmal kam anschließend tatsächlich der nächste Boomerang.

Dann noch einer.

Und noch einer.

Irgendwann sitzt man daneben und fragt sich, wie oft ein Mensch dieselbe Rückmeldung eigentlich bekommen muss, bevor er erkennt, dass möglicherweise ein Zusammenhang besteht.

Vielleicht ist genau das für mich der interessanteste Teil an Karma. Es geht nicht unbedingt darum, dass jemand „bestraft“ wird. Dieses Wort passt für mich überhaupt nicht. Es geht viel eher darum, dass sich etwas zeigt.

Ein Mensch sendet eine bestimmte Energie, Haltung oder Handlung in die Welt. Daraus entstehen Reaktionen, Entscheidungen und neue Situationen. Irgendwann steht er dann selbst vor etwas, das erstaunlich viel Ähnlichkeit mit dem besitzt, was er zuvor anderen zugemutet hat.

Ob er darin etwas erkennt, ist noch einmal eine völlig andere Frage.

Denn natürlich kann man jedes Ereignis einfach als Pech bezeichnen. Man kann sagen, die anderen seien schuld. Man kann sich ungerecht behandelt fühlen. Man kann kämpfen, schimpfen und noch mehr Druck erzeugen. Oder man kann irgendwann fragen: Was hat das eigentlich mit mir zu tun?

Genau dort bekommt Karma für mich eine tiefere Bedeutung.

Denn wenn ich davon ausgehe, dass auch meine eigenen Entscheidungen Wirkungen haben, dann betrifft dieses Prinzip selbstverständlich nicht nur andere Menschen. Es betrifft mich genauso. Auch das, was ich tue, was ich auslöse, was ich in Bewegung setze, kommt in irgendeiner Form in mein Leben zurück.

Deshalb finde ich Karma nicht nur unterhaltsam, wenn ein besonders offensichtlicher Boomerang bei jemand anderem landet. Es erinnert mich gleichzeitig daran, sehr bewusst darauf zu achten, was ich selbst in die Welt gebe.

Ich möchte etwas anderes entstehen lassen.

Ich möchte Möglichkeiten öffnen. Ich möchte mit meiner Arbeit Menschen und Tiere erreichen. Ich möchte Kunst schaffen, Räume verändern, Bewusstsein bewegen und etwas aufbauen, das vorher noch nicht da war. Auch das sind Bewegungen, die hinausgehen und Resonanz erzeugen können.

Vielleicht liegt genau darin der Unterschied zwischen Karma als Drohung und Karma als Lebensprinzip.

Für mich ist es keine Drohung.

Es ist Bewegung.

Etwas geht hinaus und etwas kommt zurück.

Und manchmal braucht das erstaunlich lange. Manchmal geschieht es fast sofort. Manchmal erkennt man den Zusammenhang erst Jahre später. Und manchmal ist der Boomerang so deutlich, dass man wirklich Mühe hat, nicht laut zu lachen.

Was mich dabei bis heute am meisten erstaunt, ist nicht einmal, dass solche Rückbewegungen passieren. Es ist die Tatsache, dass manche Menschen sie immer wieder erleben und trotzdem keinerlei Verbindung zu ihrem eigenen Verhalten herstellen.

Vielleicht ist auch das Teil des Ganzen.

Denn Karma zwingt niemanden, etwas zu verstehen.

Es stellt die Erfahrung lediglich wieder vor die Tür.

Was der Mensch daraus macht, bleibt seine Entscheidung.

Leuchtender Boomerang mit dem Wort Karma vor einem goldenen Sonnenuntergang, daneben Steine mit den Begriffen Gedanken, Worte, Handlungen und Wirkungen sowie das Logo des Drachenzentrums Ullrich.
Karma zeigt sich wie ein Boomerang: Gedanken, Worte und Handlungen setzen Wirkungen in Bewegung, die irgendwann zurückkehren.

Entdecke mehr von drachenzentrumullrichdotcom

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentar verfassen