Rauhnächte und Ziele



Rauhnächte sind für mich keine Zeit, in der ich dreizehn Wünsche auf Zettel schreibe und anschließend darauf warte, dass das Universum, die Engel, Drachen oder irgendeine andere geistige Ebene meine Arbeit für mich erledigen. Für mich sind die Rauhnächte eine Zeit der bewussten Ausrichtung, der Verdichtung und der Zielsetzung. Und diese Arbeit beginnt nicht erst zwischen Weihnachten und Neujahr. Sie beginnt jetzt.

Im Grunde arbeite ich bereits an den Samen, die zwischen den Jahren und im kommenden Frühjahr ausgebracht werden wollen. Dabei geht es nicht darum, erst noch herauszufinden, was meine Arbeit ist oder welche Form sie bekommen soll. Die Form steht. Die Bereiche stehen. Die Ausrichtung steht. Der Umzug an den neuen Standort verändert nicht den Inhalt meiner Arbeit, sondern ihren Raum und ihre Reichweite.

Mit dem neuen Standort entsteht ein größerer Wirkungsraum für das, was längst entwickelt wurde und gelebt wird. Von dort aus geht die Arbeit weiter. Eigentlich geht sie dort erst richtig in die nächste Dimension. Denn mit dem Hof hört nichts auf. Dort beginnt nicht plötzlich ein gemütliches Ankommen, bei dem alles erledigt ist und ich mich zurücklehnen kann. Von diesem Ort aus sollen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weitere Themen aufgegriffen, formuliert, transformiert und auf einen Heilweg gebracht werden.

Deshalb beginnt die gedankliche Arbeit daran schon jetzt.

Welche Themen stehen in der Welt? Welche Entwicklungen brauchen eine andere Richtung? Welche alten Muster wiederholen sich immer weiter? Wo braucht es neue Bilder, neue Gedanken und neue Formen der Vermittlung? Welche Samen sollen gelegt werden, damit später etwas anderes wachsen kann?

Genau darum geht es mir.

Rauhnächte als Saatzeit

Rauhnächte sind für mich deshalb keine Wunschzeit, sondern eine Saatzeit.

Ich schreibe keine Wünsche, bei denen ich mich anschließend frage, wie schnell sie wohl in Erfüllung gehen. Ich schreibe Ziele. Ich formuliere, was entstehen soll, welche Richtung sich zeigt und was dafür getan werden muss.

Das ist ein großer Unterschied.

Wenn ein Mensch sich etwas wünscht und anschließend plötzlich Schwierigkeiten auftauchen, wird das heute schnell als Zeichen verstanden, dass die Manifestation nicht funktioniert habe. Ich sehe das anders. Sehr häufig taucht dann genau das auf, was bisher zwischen dem Wunsch und seiner Erfüllung gestanden hat.

Wenn ich mir etwas wirklich in mein Leben hole, zeigt sich der Berg, der davorsteht.

Und genau durch diesen Berg muss ich hindurch.

Ich kann ihn nicht wegdenken. Ich kann ihn nicht wegaffirmieren. Ich kann ihn auch nicht einem Engel, einem Drachen oder irgendeiner Energieübertragung übergeben und anschließend erwarten, dass meine eigene Entwicklung damit erledigt ist.

Geistige Begleitung kann unterstützen. Energiearbeit kann begleiten. Bilder, Symbole, Meditation, Reiki und andere Ebenen können Bestandteil eines Prozesses sein. Aber sie ersetzen nicht die eigene Arbeit.

Genau an diesem Punkt stört mich vieles von dem, was heute in kurzen Reels über Manifestation und Transformation verbreitet wird. Da wird suggeriert, man müsse nur seine Chakren öffnen, ein paar Sätze sprechen, seine Frequenz erhöhen oder genügend stark visualisieren und dann müsse das gewünschte Ergebnis innerhalb kürzester Zeit eintreten.

Das ist nicht meine Erfahrung.

Es kann heute sehr schnell gehen. Auch bei mir können zwischen einer Vision und ihrer sichtbaren Umsetzung inzwischen sehr kurze Zeiträume liegen. Aber diese Geschwindigkeit ist nicht dadurch entstanden, dass ich einen Trick gefunden habe, mit dem ich Transformationsprozesse überspringen kann.

Sie ist das Ergebnis von Jahrzehnten Arbeit.

Ich habe über Jahrzehnte meinen eigenen Kanal geöffnet, geformt, geklärt und immer wieder das bearbeitet, was darin im Weg stand. Deshalb kann heute vieles schneller durch diesen Kanal hindurch in die Realität kommen.

Schnell bedeutet nicht mühelos.

Schnell bedeutet auch nicht, dass der Weg verschwindet.

Es bedeutet, dass ein Weg bereits über lange Zeit freigearbeitet wurde.

Und genau deshalb sind die kommenden Rauhnächte für mich nicht losgelöst von dem, was jetzt gerade geschieht. Die Vorbereitung läuft bereits. Die Themen beginnen sich zu zeigen. Die nächsten Arbeitsfelder beginnen sich zu formulieren. Die Samen für die Schule, für die Weitergabe von Wissen, für die Arbeit mit Menschen und Tieren, für Kunst, Bewusstsein und Transformation werden nicht erst irgendwann später gedacht. Sie entstehen jetzt bereits in ihrer Ausrichtung.

Der neue Standort schafft dafür den Raum.

Nicht den Inhalt.

Nicht die Idee.

Nicht die Arbeit selbst.

Der Raum wird größer. Die Möglichkeiten werden größer. Die Reichweite kann größer werden. Und damit wird auch die Verantwortung größer, bewusst damit umzugehen, was von dort aus in die Welt getragen werden soll.

Gerade deshalb gehört für mich zu den Rauhnächten nicht nur die Frage, was ich persönlich erreichen möchte. Mich interessiert auch, was in der Welt sichtbar wird und welche Themen sich für die weitere Arbeit zeigen.

Wo braucht es Heilung?

Wo braucht es Aufklärung?

Wo sind Menschen in alten Mustern gefangen?

Welche Vorstellungen werden ständig wiederholt, obwohl sie längst nicht mehr tragen?

Welche neuen Bilder müssen in die Welt?

Welche Strukturen brauchen eine andere Richtung?

Das sind für mich keine Fragen für einen einzigen Abend.

Das ist Arbeit.

Und diese Arbeit wird am neuen Standort weitergeführt.

Wer selbst an einem Punkt steht, an dem ein Ziel deutlich vorhanden ist, aber zwischen dem heutigen Zustand und diesem Ziel noch alte Themen, Blockaden, Entscheidungen oder ungeklärte Strukturen stehen, kann genau damit in meine Arbeit kommen.

Ich begleite keine Blitzmanifestation.

Ich verspreche niemandem, dass sich ein Leben innerhalb weniger Tage vollständig verändert, nur weil ein Wunsch intensiv genug formuliert wurde.

Ich arbeite mit dem Weg dazwischen.

Mit dem, was sichtbar wird.

Mit dem, was transformiert werden möchte.

Mit dem, was verstanden, verändert und neu ausgerichtet werden muss, damit aus einer Vision tatsächlich gelebte Wirklichkeit werden kann.

Diese Arbeit ist bereits jetzt möglich und wird am neuen Standort in einem größeren Rahmen weitergeführt.

Die kommenden Rauhnächte sind für mich deshalb keine Zeit des Wartens.

Sie sind eine Zeit der bewussten Saat.

Und die ersten Samen dafür liegen längst bereit.

Yvette in einer warmen, mystischen Rauhnachts-Szene mit Kerzen, geöffnetem Buch und keimenden Pflanzen als Symbol für Ziele, Transformation und neue Entwicklung.
Rauhnächte als Saatzeit: Ziele formulieren, Hindernisse erkennen und den Weg bewusst in die Wirklichkeit führen.

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