Hand aufs Herz: Wenn man mir vor ein paar Wochen gesagt hätte, dass ich mich vor eine Kamera stelle, um über unser Herzensprojekt zu sprechen, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. Nervosität? Und wie! Sorgen, ob die weißblonden Haare richtig liegen oder ob ich vor lauter Herzklopfen überhaupt ein gerades Wort herausbringe? Absolut.
Und um das Ganze mal so richtig ehrlich auf den Tisch zu packen: Ich hatte da noch ganz andere Sorgen als eine unordentliche Frisur. Wer mich im Beitrag gesehen hat, dem ist es vielleicht aufgefallen – mein Gebiss ist aktuell… nun ja, sagen wir mal „unvollständig“. Warum? Weil so ein ordentliches, neues Lächeln mal eben 6.000, 10.000 oder noch mehr Euro kostet. Und wisst ihr was? Dieses Geld habe ich schlichtweg nicht dafür priorisiert. Jeder Cent fließt in das Futter, die Rettung und das Wohl unserer Tiere.
Also bin ich genau so ins Studio marschiert: Ohne Luxus-Gebiss, dafür mit einer Riesenportion Herz, ehrlicher Kante und einer Vision, die lauter ist als jede Perfektion.
Und was soll ich sagen? Ich habe es bei Trudekuh nicht nur überlebt – ich habe es tatsächlich hingekriegt! Für alle, die den Beitrag verpasst haben (oder die Story noch mal mit einer Tasse Kaffee nachlesen wollen), gibt es hier das „Best-of“ meines Auftritts zum Nachlesen:
Was wir eigentlich tun: Wir sind kein normales Tierheim!
In einer Welt, die immer digitaler wird – vollgepackt mit Smartphones, Laptops und Konsolen –, verlieren viele Kinder komplett den Bezug zu sich selbst. Wir bei uns schaffen eine Brücke, die heute oft verloren geht: die direkte Verbindung zwischen Kindern, Tieren und der Natur. Bei uns dürfen die Kids die Natur wieder mit allen Sinnen erfahren, sich selbst spüren und – ganz wichtig – auch einfach mal wieder Kind sein und dreckig werden! Wir fangen besonders die auf, die durch das harte Raster des Systems fallen.
Und nein, wir sind kein klassisches Tierheim, das einfach nur abgegebene Tiere sammelt. Bei uns leben Tiere, die zum Teil durch schwere emotionale Krisen ihrer Vorbesitzer verhaltensauffällig geworden sind. Wir haben sie mit viel Geduld und Intuition resozialisiert.
Und genau hier schließt sich der Kreis zum Menschen:
Ein Tier, das selbst traumatisiert war, hat ein unglaubliches Gespür für Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen.
Wir bringen Seelen zusammen, die die Gesellschaft oft nicht versteht oder übersieht, und geben ihnen einen Raum, um wieder stabil zu werden. Weil wir genau da arbeiten, wo die klassischen, starren Institutionen kaputtgehen oder aufgeben.
Warum man ausgerechnet uns helfen sollte? Drei ehrliche Gründe aus dem TV-Talk:
1. Weil wir mehr sind als ein Störfaktor: Wir sind das Sandkorn im Getriebe!
Wer uns unterstützt, unterstützt keine glattgebügelte Schönwetter-Politik, sondern echte, mutige Veränderung. Wir gucken raus und sagen: „Halt, so geht das nicht!“ Wir schauen genau dorthin, wo das System bei Mensch und Tier versagt.
2. Weil das „Sandkorn“ unabhängig ist
Große Institutionen müssen oft den Mund halten, weil sie von staatlichen Geldern abhängen. Wir nicht! Weil wir klein und unabhängig sind – uns keiner bezahlt und wir niemandem hörig sind –, können wir es uns leisten, unbequem zu sein. Bei uns wird nichts schöngeredet. Ein kleiner Verein mit einer ehrlichen Kante bewegt oft mehr als ein riesiger, träger Apparat.
3. Weil wir den Mut haben, anders zu sein
Die Menschen und Tiere bei uns passen alle in keine Schablone. Und ich passe da eben auch nicht rein. Um den Schwachen zu helfen, braucht es auch an der Vereinsspitze Menschen, die querdenken, den Mut haben anzuecken und denen ein perfektes Statussymbol egal ist. Der Gegenwind, den man dabei manchmal spürt, ist für uns kein Grund aufzugeben – sondern der beste Beweis, dass unsere Stimme dringender gebraucht wird denn je!
Und warum eigentlich „Drachen“?
Bei Trudekuh wurde ich natürlich auch gefragt, was es mit dem Namen auf sich hat. Ganz einfach: Drachen stehen für innere Stärke, Schutz und unbändigen Mut. Ohne diese echte „Drachenenergie“ hätten wir all das, was hinter uns liegt, niemals durchgestanden!
Unsere Tiere – unsere „Drachentierchen“ – haben genau diesen Löwenmut im Herzen. Bei uns kann man zwar keine Drachen reiten oder kaufen, aber man lernt hier etwas viel Besseres: seine eigene, verschüttete innere Stärke wiederzufinden.
Die nackten Zahlen und der große Traum
Jetzt kommt der Teil, bei dem mir im Studio kurz die Luft wegblieb, den ich aber mutig ausgesprochen habe: Unsere größte und dringendste Herausforderung ist aktuell der Aus- und Fortbau unseres Offenstallsystems und – darauf aufbauend – ein dauerhaftes, sicheres Quartier. Ein echtes Zuhause für den Rest unserer Zeit, frei von bürokratischen Auflagen zur Tierreduzierung.
Den perfekten Platz, an dem Mensch und Tier einfach ankommen dürfen, haben wir sogar schon gefunden! Das einzige klitzekleine Problem? Er kostet ein bisschen mehr als 3,50 Euro (um genau zu sein: Es geht um ein 2-Millionen-Euro-Projekt!).
Jetzt bist du dran!
Der Fernsehauftritt war der erste Schritt, um laut zu werden. Jetzt brauchen wir Menschen, die sich von unserer Vision anstecken lassen: neue Vereinsmitglieder und Sponsoren, die uns finanziell den Rücken freihalten.
Wenn du also Lust hast, ein echtes, unabhängiges „Sandkorn im Getriebe“ zu unterstützen, das lieber in Heu und Offenställe investiert als in ein Hollywood-Lächeln, dann melde dich bei uns. Kameraerprobt sind wir jetzt ja schon mal jetzt fehlt nur noch deine Unterstützung!
https://www.tierisch-engagierte-drachentierchen-e-v.de
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