QR-Code Plotten stand heute bei uns im Atelier ganz praktisch auf dem Prüfstand, denn wir wollten nicht nur wissen, ob sich ein QR-Code grundsätzlich als Folie herstellen lässt, sondern ob das Zusammenspiel aus Datei, Plotter, Folie, Verarbeitung und anschließendem Scannen wirklich zuverlässig funktioniert. Ein QR-Code sieht auf den ersten Blick zwar nach einem einfachen quadratischen Muster aus, besteht aber aus sehr vielen kleinen Flächen und Zwischenräumen. Genau deshalb war für uns interessant, wie sauber der Plotter diese Struktur tatsächlich schneiden kann und ob sich das Ergebnis anschließend noch problemlos mit dem Smartphone erfassen lässt.
Aus einem kleinen Versuch wurde ziemlich schnell ein richtiger Testlauf. Wir haben unterschiedliche Größen ausprobiert und verschiedene Folien verwendet. Dabei musste nicht nur der Plotter präzise arbeiten. Auch die Datei musste stimmen, die Einstellungen mussten passen und beim weiteren Verarbeiten durfte aus dem feinen Muster kein unbrauchbares Durcheinander entstehen. Und natürlich musste der Mann hinter dem Programm ebenfalls seinen Teil leisten. Am Ende haben alle drei den Test mit Bravour bestanden: der Plotter, die Folie und Tom, der die Daten vorbereitet und die einzelnen Arbeitsschritte umgesetzt hat.
Besonders entscheidend war für uns nicht allein, dass der QR-Code optisch gut aussieht. Ein QR-Code darf schließlich hübsch sein, aber wenn das Smartphone ihn nicht erkennt, hat er seinen eigentlichen Zweck verfehlt. Deshalb wurde immer wieder gescannt. Unterschiedliche Größen, unterschiedliche Folien und unterschiedliche Anwendungen mussten zeigen, ob aus der geplotteten Grafik tatsächlich ein funktionierender QR-Code wird. Das Ergebnis hat uns selbst gefreut: Die getesteten QR-Codes ließen sich scannen.
Selbst ein Untergrund, der alles andere als eine perfekte Laborfläche war, durfte mitspielen. Die schwarze Fläche unserer Tafel ist nicht industriell glatt beschichtet, sondern von Hand mit dem Pinsel gestrichen. Gerade deshalb war dieser Versuch spannend. Denn in der wirklichen Anwendung landet eine Beschriftung schließlich nicht immer auf einer vollkommen ebenen, makellosen Musterfläche. Auch hier funktionierte der QR-Code.
QR-Code Plotten mit Motiven
Beim QR-Code Plotten hört die Gestaltung für uns aber nicht bei dem kleinen Quadrat auf. Genau darin liegt der eigentliche Reiz unserer Arbeit im Atelier des Drachenzentrum Ullrich. Der QR-Code kann Teil einer ganz individuellen Gestaltung werden. Neben dem Code lassen sich eigene Motive, Logos, Schriftzüge oder grafische Elemente umsetzen. Damit entsteht nicht einfach irgendein Aufkleber, sondern eine Gestaltung, die zu einem Unternehmen, einem Projekt, einem Fahrzeug oder einer Person passen kann.
Heute haben wir beispielsweise nicht nur mit dem QR-Code gearbeitet. Auf unserer Tafel sind verschiedene geplottete Motive zu sehen, die zeigen, wie unterschiedlich solche Gestaltungen wirken können. Ein QR-Code kann dabei ganz unauffällig in eine größere Gestaltung eingebunden werden oder bewusst als funktionales Element sichtbar bleiben. Er kann auf eine Website führen, zu einem bestimmten Angebot, auf eine Informationsseite oder zu einem digitalen Inhalt, während das umliegende Motiv bereits auf den ersten Blick zeigt, zu wem die Gestaltung gehört.
Auch bei den Materialien entstehen dadurch viele Möglichkeiten. Fahrzeugbeschriftungsfolie eröffnet andere Anwendungen als Bannerfolie. Ein QR-Code kann damit beispielsweise Bestandteil einer Fahrzeugbeschriftung werden und unterwegs sichtbar sein. Auf einem Banner kann er Besucher direkt von einer gedruckten oder geplotteten Information in die digitale Welt führen. Auch Schaufenster und Glasflächen lassen sich gestalten. Mit geeigneter Folie und beispielsweise einem Sandstrahleffekt kann eine Glasfläche einen völlig anderen Charakter bekommen, während ein integrierter QR-Code weiterhin eine konkrete Funktion übernimmt.
Gerade diese Verbindung gefällt uns: Gestaltung muss nicht entweder schön oder praktisch sein. Sie kann beides gleichzeitig sein. Ein individuelles Motiv schafft Wiedererkennung, während der QR-Code den direkten Weg zu weiteren Informationen öffnet. Aus einer Glasfläche wird dadurch mehr als nur eine Scheibe, aus einem Banner mehr als nur eine Fläche und aus einem Fahrzeug mehr als lediglich ein Transportmittel.
Für unser Atelier ist dieser Testlauf deshalb mehr als eine technische Spielerei. Er erweitert ganz konkret die Möglichkeiten unserer individuellen Gestaltung. Wir können QR-Codes mit eigenen Motiven verbinden, verschiedene Folien einsetzen und die Gestaltung an den jeweiligen Einsatz anpassen. Dabei geht es uns nicht darum, immer wieder dieselbe Standardschablone zu produzieren. Gerade die individuellen Lösungen sind das Spannende.
Der heutige Test hat gezeigt, dass sich die Idee technisch umsetzen lässt und dass auch unterschiedliche Größen und Folien funktionieren können. Damit ist aus einem „Wir probieren das einmal aus“ ziemlich schnell ein neuer Baustein für unsere Atelierarbeit geworden. Und genau solche Tage mögen wir: wenn aus einer Idee ein Test entsteht, aus dem Test ein funktionierendes Ergebnis und daraus plötzlich wieder eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten.
QR-Code Plotten bedeutet für uns deshalb künftig nicht einfach nur, ein quadratisches Muster aus Folie zu schneiden. Es bedeutet, digitale Verbindung und individuelle Gestaltung miteinander zu kombinieren. Ob auf Fahrzeugen, Bannern, Schaufenstern oder anderen geeigneten Flächen, zusammen mit Schriftzügen, Logos oder ganz eigenen Motiven kann daraus etwas entstehen, das nicht nur gesehen, sondern direkt genutzt werden kann. Und heute wissen wir: Es funktioniert.
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