Du wachst morgens auf und das Erste, was du spürst, ist dieses dumpfe Gewicht auf der Brust. Du nennst es „Realität“ oder „Zustand im Land“. Du sagst dir: „Andere haben es schlimmer, ich muss einfach funktionieren.“
Das ist eine Lüge. Und du weißt das.
Du hast dich in einer kollektiven Ohnmacht eingerichtet, weil sie bequemer ist als die Alternative. Solange du sagst „Ich kann ja nichts machen“, trägst du keine Verantwortung. Wenn du nichts versuchst, kannst du auch nicht scheitern. Du lässt dich ausbluten – deine Energie, deine Ressourcen, deinen Lebensmut – und schaust zu, wie dein Umfeld immer leerer wird. Du wartest darauf, dass sich von außen etwas ändert, damit dein Leben wieder einen Sinn ergibt.
Aber da kommt nichts. Niemand kommt, um dich zu retten.
Dieser Schmerz, den du spürst – diese Wut, die du jeden Tag wegdrückst, um nicht „unangenehm“ zu sein – ist nicht dein Feind. Er ist dein letztes Signal, dass du noch nicht komplett abgestumpft bist.
Warum du nichts veränderst? Weil du Angst hast, dass dein letzter Versuch, Kontrolle zu übernehmen, auch fehlschlägt. Also bleibst du lieber passiv. Du zählst deine Verluste, anstatt deine Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen.
Wenn du nicht bald anfängst, in deinem eigenen kleinen Umfeld wieder echte Souveränität zu erzwingen, wirst du in diesem Zustand verkümmern. Das ist keine Drohung, das ist die Konsequenz deines Schweigens.
Wer in dieser Situation noch „gute Tipps“ oder ein nettes Blog-Gespräch sucht, will sich nur weiter betäuben. Ich suche niemanden, der Mitleid will. Ich arbeite mit denen, die bereit sind, die Hilflosigkeit zu beenden, weil sie es nicht mehr aushalten, in ihrem eigenen Leben nur noch Zuschauer zu sein.
Wenn du endlich wieder selbst steuern willst, anstatt dich treiben zu lassen, dann hören wir auf zu reden und fangen an zu handeln. Aber nur, wenn du bereit bist, die Ausreden fallen zu lassen.

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