Collage zur Traumaarbeit mit Tieren mit Haroon im freien Lauf, im ruhigen Kontakt mit jungen Pferden und einer Stimmgabel mit Heilstein als Symbol für Frequenzarbeit im Drachenzentrum Ulrich.

Traumaarbeit mit Tieren

Traumaarbeit mit Tieren bedeutet für mich, die Geschichte eines Tieres nicht auf ein einzelnes Verhalten, einen einzelnen Schmerzpunkt oder eine Momentaufnahme zu reduzieren. Ein Tier bringt seinen Körper, seine Erfahrungen, seine Reaktionen, seine Beziehungen und seine ganz eigene Art mit, auf Belastungen zu antworten. Gerade bei einem Pferd wie Haroon wird sehr deutlich, warum es nicht genügt, einfach nur zu sagen, ein Pferd müsse möglichst viel frei laufen und werde schon selbst wissen, was seinem Körper guttut.

Vor wenigen Tagen ist Haroon noch schnell wie der Wind über die Koppel gerannt. Die Bilder zeigen ein kraftvolles, lebensfrohes Pferd voller Energie und Bewegungsdrang. Genau das ist er auch. Aber diese Bilder erzählen eben nur einen Teil seiner Geschichte. Wenn Haroon sich gut fühlt, möchte er laufen. Dann wird er schnell, kraftvoll und manchmal auch unachtsam gegenüber seinem eigenen Körper. Er reguliert seine Belastung nicht immer zuverlässig selbst. Was an einem Tag nach reiner Lebensfreude aussieht, kann wenige Tage später dazu führen, dass sein Körper sehr deutlich meldet, dass es zu viel gewesen ist.

Bei Haroon betrifft das nicht einfach nur die Füße. Das Thema reicht höher in den gesamten Bewegungsapparat hinein und zeigt sich unter anderem im Bereich des Knies. Deshalb braucht er nicht weniger Bewegung, sondern eine andere Form von Bewegung. Wenn ich mit ihm arbeite, wird seine Aufmerksamkeit geführt. Er konzentriert sich stärker auf seinen Körper, passt Tempo und Bewegungsablauf an und arbeitet bewusster. Genau darin liegt der Unterschied zwischen bloßem Freilauf und einer Bewegung, die auf seine individuelle Geschichte abgestimmt ist.

Diese Geschichte beginnt sehr früh. Haroon ist bereits als Jährling auf dem Gestüt mehrfach ausgegrätscht. Ich war dabei und habe es gesehen. Es wurde nicht ernst genommen. Statt genauer hinzusehen, warum dieses junge Pferd wiederholt solche Schwierigkeiten hatte, wurde darüber hinweggegangen und sich teilweise sogar darüber lustig gemacht.

Als Haroon später endlich bei uns war, war er ungefähr zweieinhalb bis drei Jahre alt. Die Verhaltensweisen, die er bereits auf dem Gestüt gezeigt hatte, verschärften sich bei uns zunächst deutlich. Dadurch wurde für mich immer klarer, dass dieses Thema nicht erst bei uns entstanden war. Sein Körper und sein Verhalten erzählten eine Geschichte, deren Anfang viel weiter zurücklag.

Erst bei uns wurde schließlich auch die Arthrose-Diagnose gestellt. Die Diagnose war damit nicht der Beginn seiner körperlichen Problematik. Sie gab lediglich etwas einen medizinischen Namen, das vorher längst begonnen hatte, sich zu entwickeln.

Ich war sehr lange sehr sauer auf das Gestüt. Denn ich hatte gesehen, wie früh Haroons Körper bereits Signale gegeben hatte und wie wenig ernst diese genommen worden waren. Später lebte ich mit den Folgen und musste gleichzeitig herausfinden, welche Form von Bewegung, Training und Begleitung diesem Pferd tatsächlich guttut.

Traumaarbeit mit Tieren

Traumaarbeit mit Tieren beginnt deshalb für mich nicht erst dann, wenn ein Tier offensichtlich Angst zeigt. Ein Trauma muss nicht bedeuten, dass ein Pferd zitternd in einer Ecke steht oder ein Hund sich versteckt. Belastende Erfahrungen können sich in sehr unterschiedlichen Formen zeigen. Sie können in körperlicher Spannung liegen, in Übererregung, in einer fehlenden Wahrnehmung der eigenen Grenzen, in wiederkehrenden Bewegungsmustern, in auffälligen Reaktionen oder in einer starken Resonanz auf bestimmte Situationen, Menschen oder Orte.

Bei Haroon gehört genau diese fehlende Selbstbegrenzung in guten Phasen mit dazu. Wenn es ihm gut geht, kann er so viel Energie entwickeln, dass er nicht ausreichend auf seinen Körper achtet. Deshalb kann ich ihn nicht einfach sich selbst überlassen und davon ausgehen, dass freie Bewegung automatisch die beste Bewegung für ihn ist.

Traumaarbeit bedeutet für mich an dieser Stelle, seine Entwicklungsgeschichte zu kennen und daraus abzuleiten, was er heute braucht. Es geht nicht darum, ihn stillzuhalten oder seinen Bewegungsdrang zu unterdrücken. Es geht darum, Bewegung so zu begleiten, dass sie ihm dient, statt alte Belastungsmuster erneut zu verstärken.

Zu dieser Begleitung gehören für mich auch alternative Methoden. Ich arbeite mit Klang, Frequenzen, Heilsteinen und genauer Beobachtung. Bei Haroon nutze ich derzeit unter anderem eine Stimmgabel in Verbindung mit Rubin-Zoisit. Dabei geht es nicht darum, mit einer einzelnen Anwendung etwas einfach verschwinden zu lassen. Frequenzarbeit ist ein Teil eines größeren Prozesses.

Ich beobachte, wie das Tier auf eine Frequenz reagiert, wie sich Atmung, Körperspannung, Haltung, Blick und Kontakt verändern. Ich achte darauf, ob ein Tier Abstand möchte, näherkommt, ruhiger wird oder an einer bestimmten Stelle besonders deutlich reagiert. Dabei verbindet sich die körperliche Ebene mit der energetischen Ebene und mit der Geschichte, die dieses Tier mitbringt.

Bei Haroon gehört für mich außerdem seine Herkunftsgeschichte zu dieser Arbeit. Über viele Jahre waren alte Bindungen und Verflechtungen rund um das Gestüt spürbar. Ich habe dieses Ziehen selbst körperlich erlebt und mich lange dagegen zur Wehr gesetzt. Für mich liegt genau dort ein weiterer Teil der Traumaarbeit: Eine Geschichte ist nicht automatisch abgeschlossen, nur weil ein Tier den Ort gewechselt hat.

Deshalb arbeite ich nicht einfach gegen ein Verhalten. Ich arbeite mit dem, was darunter liegt. Mit Körper, Bewegung, Geschichte, Aufmerksamkeit, Beziehung, Resonanz und Frequenz.

Dieses Angebot richtet sich nicht nur an Pferde. Auch Hunde und andere Tiere können Erfahrungen in ihrem Verhalten, ihrer Körperspannung, ihrer Wachsamkeit, ihrer Bindung oder ihrer Reaktion auf bestimmte Situationen weitertragen. Die Begleitung wird deshalb immer individuell auf das Tier und seine Geschichte abgestimmt.

Eine Einzelbegleitung Traumaarbeit mit Tieren kostet 195 Euro pro Stunde. Dabei geht es nicht um eine standardisierte Trainingsstunde, sondern um eine individuelle Arbeit mit dem jeweiligen Tier und seiner konkreten Situation. Je nach Thema können Bewegung, Beobachtung, Frequenzarbeit, Heilsteine, Beziehung und die Resonanz zwischen Mensch und Tier Bestandteil der Begleitung sein.

Am neuen Standort des Drachenzentrums Ulrich sollen zusätzlich mehrere Plätze für Trainingspferde entstehen, bei denen eine intensivere Begleitung mit Aufenthalt notwendig ist. Dort kann ein Tier über einen längeren Zeitraum im Alltag, in seiner Bewegung, in seiner Regeneration und in seinen Reaktionen beobachtet und begleitet werden. Diese Aufenthaltsplätze werden als eigenes Intensivangebot aufgebaut.

Traumaarbeit mit Tieren im Drachenzentrum Ulrich ist bereits jetzt für 195 Euro pro Stunde buchbar. Wer mit seinem Tier nicht nur an einem sichtbaren Symptom arbeiten, sondern seine Geschichte, seine Reaktionen und seine individuellen Bedürfnisse in die Begleitung einbeziehen möchte, kann einen Termin vereinbaren oder sich bereits für einen späteren Intensivplatz am neuen Standort vormerken lassen.


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