Was hast du schon mal geschafft, von dem du nie gedacht hättest, dass du es kannst?
Trotzdem getan
Trotzdem getan. Wenn ich mein bisheriges Leben mit zwei Worten beschreiben sollte, wären es vermutlich genau diese. WordPress fragt heute, was ich schon einmal geschafft habe, von dem ich vorher nicht geglaubt hätte, dass ich es kann. Eine interessante Frage. Allerdings wäre es wahrscheinlich einfacher, aufzuschreiben, was ich noch nicht gemacht habe. Das würde deutlich weniger Platz beanspruchen.
Wo soll ich anfangen? Bei meiner Geburt? Schließlich war das schon der Beginn einer ziemlich außergewöhnlichen Reise. Allerdings wäre es etwas übertrieben, anschließend gleich zu meinen fünf Kindern, meinen Berufen und meinem heutigen Unternehmen zu springen. Dazwischen liegen schließlich Jahrzehnte, in denen ich offenbar versucht habe, mehrere Leben gleichzeitig unterzubringen.
Schon als Kind begann ich, Fähigkeiten zu entwickeln, die heute zu meiner Arbeit gehören. Ich habe ausprobiert, beobachtet, gelernt, gestaltet, hinterfragt und Erfahrungen gesammelt. Nicht etwa, weil ich besonders viel Freizeit gehabt hätte. Ganz im Gegenteil.
Mit sechs Jahren versorgte ich bereits Pferde, fütterte, mistete und übernahm Aufgaben, für die andere Kinder vermutlich nicht einmal die passenden Gummistiefel besessen hätten. Spätestens mit elf Jahren führte ich praktisch den gesamten Haushalt meiner Mutter. Schule, Hausaufgaben und später meine Lehre liefen selbstverständlich nebenher.
Und irgendwo dazwischen gab es noch meine eigenen Interessen und Begabungen.
Freizeit? Ein interessantes Konzept. Davon hatte ich gehört.
Während andere schliefen, beschäftigte ich mich nachts mit den Dingen, die ich selbst lernen und erschaffen wollte. Denn tagsüber war meine Zeit längst verplant. Meine Mutter erwartete, dass ich für sie arbeitete, und betrachtete meine Arbeitskraft offenbar als selbstverständlichen Bestandteil ihres Haushalts.
Also nahm ich mir die Zeit für meine eigene Entwicklung dort, wo ich sie finden konnte. Manchmal blieb dafür nur die Nacht.
So führte ich schon früh mehrere Leben gleichzeitig. Das Leben, das andere von mir verlangten, und das Leben, das ich eigentlich leben wollte.
Als ich schließlich von zu Hause auszog, begann nicht etwa eine unbeschwerte Zeit, in der ich alles nachholen konnte. Vielmehr versuchte ich, die Dinge zu entwickeln und zu erleben, für die zuvor kein Raum gewesen war. Gleichzeitig kamen neue Aufgaben, neue Verantwortlichkeiten und neue Herausforderungen hinzu.

Eine Kindheit, die einfach nur Kindheit war? Eine Jugend, in der ich mich ausschließlich mit den Fragen der Jugend beschäftigen konnte? Einen Lebensabschnitt, der tatsächlich nur das enthielt, was zu ihm gehörte?
Das kenne ich eigentlich nicht.
Mein Leben war von Anfang an vollgestopft mit Lernen, Arbeiten, Erleben, Hinterfragen, Auswerten und Weiterentwickeln. Manchmal denke ich, dass man aus meinen Erfahrungen drei oder vier Lebensgeschichten hätte machen können.
Nicht, weil ich mehr wert wäre als andere Menschen. Sondern weil in meinem Leben so vieles gleichzeitig stattgefunden hat, was normalerweise nacheinander seinen Platz findet.
Und trotzdem habe ich immer weitergemacht.
Trotzdem getan und weitergewachsen
Im Laufe der Jahre habe ich mir Fähigkeiten angeeignet, für die es vermutlich einen ziemlich umfangreichen Ausbildungsordner bräuchte. Kunsthandwerk, Malerei, Gestaltung, Folientechnik, handwerkliche Arbeiten, Tierhaltung, Lebensberatung, Organisation und vieles mehr.
Dabei war mein Antrieb häufig erstaunlich einfach: Ich wollte etwas haben, das niemand so herstellen konnte, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Also habe ich es selbst gemacht.
Das ist eine ausgesprochen wirksame Methode, um neue Fähigkeiten zu entwickeln. Allerdings hat sie einen kleinen Nachteil: Irgendwann kann man so viele Dinge selbst, dass man kaum noch weiß, wann man damit aufhören soll.
Nebenbei habe ich fünf Kinder zur Welt gebracht, Familie gelebt, mit unterschiedlichsten Tieren gearbeitet und immer wieder neue Lebenssituationen bewältigt. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich auch anderen Tierhaltern geholfen, wenn sie Unterstützung brauchten.
Aus meinen Erfahrungen mit Menschen, Tieren, Kunst und Bewusstseinsentwicklung entstand schließlich das Drachenzentrum Ullrich. Ein Kompetenzzentrum, in dem die vielen Bereiche meines Lebens zusammenfinden.
Und dann kam die digitale Welt.
Vor zwanzig Jahren hätte ich niemals geglaubt, dass ich einmal meine eigenen Webseiten gestalte, regelmäßig Blogbeiträge veröffentliche, mich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftige und sogar Werbefilme produziere.
Heute arbeite ich mit WordPress, künstlicher Intelligenz, Bildgestaltung, Videoschnitt, Sprecherstimmen und digitalen Werbemöglichkeiten.
Manchmal frage ich mich, ob ich nebenbei nicht auch noch einen Abschluss als professionelle Programmverzweiflerin erworben habe. Denn manche technischen Anwendungen verlangen eine Geduld, die selbst bei mir gelegentlich an ihre Grenzen stößt.
Aber auch hier gilt: Trotzdem getan.
Besonders wichtig ist mir dabei etwas anderes. Früher fehlten mir oft die Worte, um anderen Menschen zu erklären, was ich eigentlich mache. Meine Arbeit verbindet so viele unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen und Wahrnehmungsebenen, dass sie sich nicht einfach in eine gewöhnliche Berufsbezeichnung pressen lässt.
Heute kann ich Geschichten mit Bildern erzählen. Ich kann Filme gestalten, die meine Arbeit sichtbar machen und Menschen näherbringen, was ich früher kaum erklären konnte.
Aus einer inneren Vorstellung wird ein sichtbares Werk. Aus einer Erfahrung wird eine Geschichte. Aus einer Idee entsteht ein Angebot, das andere Menschen tatsächlich buchen können.
Auch wirtschaftlich habe ich begonnen, mich auf völlig neue Bereiche einzulassen. Unternehmensgründung, internationale Kontakte, Galerien, Finanzierungsgespräche, Geschäftsunterlagen und der Aufbau neuer Angebote gehören inzwischen zu meinem Alltag.
Doch die vielleicht größte Herausforderung meines Lebens war keine handwerkliche, technische oder geschäftliche.
Sie bestand darin, die Überlagerungen meines Lebens zu erkennen.
Die alten Programme, Prägungen, Bindungen und Zusammenhänge, die mein Erleben über Jahrzehnte beeinflusst haben. Ich habe begonnen, sie bewusst wahrzunehmen, ihre Wirkungen zu hinterfragen und mich Schritt für Schritt aus ihnen zu lösen.
Für mich war das eine tiefgreifende innere Veränderung. Denn etwas Neues zu lernen, ist eine Sache. Die eigenen Lebensmuster zu erkennen und bewusst aus ihnen auszutreten, ist eine ganz andere.
Und ausgerechnet jetzt kommt noch etwas hinzu, das ich früher ebenfalls nicht für möglich gehalten hätte.
FitLine.
Als hätte ich nicht schon genügend unterschiedliche Tätigkeiten in meinem Leben untergebracht, beginne ich nun auch noch mit einem eigenständigen Netzwerkgeschäft.
Aber diesmal ist etwas grundlegend anders.
Denn mit FitLine lerne ich etwas, das ich bisher nie wirklich konnte: Netzwerken.
Menschen ansprechen, Kontakte aufbauen, Verbindungen entstehen lassen und gemeinsam Möglichkeiten entwickeln. Nicht mehr alles ausschließlich aus eigener Kraft erschaffen müssen, sondern erleben, was durch ein Miteinander möglich wird.
Dabei geht es nicht nur um Produkte, Gesundheit und die Möglichkeit eines zusätzlichen Einkommens. Für mich geht es auch um einen Entwicklungsschritt, der viel tiefer reicht.
Jahrzehntelang habe ich gelernt, wie ich Dinge allein bewältigen kann. Wie ich mir selbst helfe, wenn niemand hilft. Wie ich Lösungen finde, wenn keine vorhanden sind.
Jetzt lerne ich, wie Menschen sich miteinander verbinden und wie daraus etwas entstehen kann, das über die Möglichkeiten eines Einzelnen hinausgeht.
Das Netzwerken wird damit zu einer Verbindung zwischen meiner inneren Arbeit und meiner äußeren Welt.
Was ich über Bewusstsein, Resonanz, persönliche Entwicklung und die eigenen Lebensmuster erfahren habe, bekommt eine weitere Möglichkeit, sich im tatsächlichen Miteinander auszudrücken.
Vielleicht ist das sogar eine der bedeutendsten Veränderungen meines bisherigen Weges.
Nicht noch mehr allein leisten. Nicht noch mehr beweisen müssen, was ich alles aushalten kann. Sondern gemeinsam mit anderen Menschen etwas aufbauen, das wachsen und Früchte tragen darf.
Denn bei aller Begeisterung für meine Fähigkeiten möchte ich eines inzwischen wirklich nicht mehr: mein ganzes Leben damit verbringen, ständig neue Hindernisse überwinden zu müssen.
Ich habe bewiesen, dass ich lernen kann. Dass ich erschaffen kann. Dass ich Herausforderungen bewältigen und mich immer wieder neu entwickeln kann.
Die praktische Prüfung dürfte inzwischen ausreichend bestanden sein.
Jetzt darf aus meinen Fähigkeiten auch wirtschaftlicher Erfolg entstehen. Aus meiner Arbeit dürfen Aufträge und Buchungen werden. Aus Kontakten dürfen tragfähige Verbindungen wachsen. Und aus unseren Vorstellungen vom eigenen Zuhause für Menschen und Tiere darf endlich Wirklichkeit werden.
Vielleicht ist das die eigentliche Veränderung meines bisherigen Lebensmottos.
Trotzdem getan war lange die Antwort auf Bedingungen, die mir wenig Raum für meine eigenen Wünsche ließen.
Heute möchte ich nicht mehr ausschließlich gegen Widerstände handeln müssen.
Ich möchte gestalten, weil ich es will. Weil ich es kann. Weil meine Fähigkeiten einen Wert haben. Und weil Freude, Unterstützung, Wohlstand und Leichtigkeit genauso zu meinem Leben gehören dürfen wie Verantwortung und Arbeit.
Wenn WordPress mich also fragt, was ich schon einmal geschafft habe, von dem ich vorher nicht geglaubt hätte, dass ich es kann, dann könnte ich vermutlich ein ganzes Buch darüber schreiben.
Genau genommen arbeite ich sogar bereits an einem.
Und das Schönste daran?
Meine Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Nur das Motto entwickelt sich weiter.
Aus „Trotzdem getan“ wird zunehmend:
„Weil ich es will. Weil ich es kann. Und weil ich es nicht mehr allein schaffen muss.“
Fragen und Antworten
Was bedeutet „Trotzdem getan“ für mich?
Es beschreibt meinen bisherigen Lebensweg. Ich habe immer wieder Dinge gelernt, erschaffen und bewältigt, obwohl die Voraussetzungen schwierig waren oder ich selbst noch nicht wusste, wie ich sie umsetzen sollte. Aus diesen Erfahrungen sind zahlreiche Fähigkeiten und mein heutiges berufliches Wirken entstanden.
Wann habe ich begonnen, meine Fähigkeiten zu entwickeln?
Bereits in meiner Kindheit. Neben der Versorgung von Pferden, der Haushaltsarbeit, Schule und später meiner Ausbildung habe ich mir Zeit genommen, eigene Interessen zu verfolgen und Neues zu lernen. Häufig blieb dafür nur die Nacht.
Wie entstand das Drachenzentrum Ullrich?
Das Drachenzentrum Ullrich entwickelte sich aus meinen jahrzehntelangen Erfahrungen in der Lebensberatung, Bewusstseinsentwicklung, Kunst, im Kunsthandwerk und im Zusammenleben mit Tieren. Diese Bereiche bilden heute ein gemeinsames Kompetenzzentrum für Mensch und Tier.
Warum spielt Bewusstseinsentwicklung eine so große Rolle?
Weil ich erkannt habe, wie stark alte Prägungen, Programme und Überlagerungen das eigene Leben beeinflussen können. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen hat meine persönliche Entwicklung und meine berufliche Arbeit wesentlich geprägt.
Was hat FitLine mit meiner Entwicklung zu tun?
FitLine ist ein neues, eigenständiges Geschäftsfeld, durch das ich mich mit Gesundheit, Produkten und dem Aufbau eines Netzwerks beschäftige. Besonders bedeutend ist für mich dabei das Erlernen des Netzwerkens, weil es eine neue Verbindung zwischen meiner inneren Entwicklung und dem äußeren geschäftlichen Miteinander schafft.
Was möchte ich heute anders machen?
Ich möchte meine Fähigkeiten nicht länger hauptsächlich dafür einsetzen müssen, Schwierigkeiten zu überwinden. Ich möchte mit meiner Arbeit Menschen erreichen, Kunden gewinnen, wirtschaftlichen Erfolg aufbauen und erleben, wie aus Eigenständigkeit auch ein tragfähiges Miteinander werden kann.
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