Wenn ein Faden reißt, werfe ich nicht das Werk weg. Ich suche die Spannung. Ich schaue, wo etwas nach Korrektur verlangt. So arbeite ich seit über drei Jahrzehnten. Mit Nadel und Faden. Mit Leder. Mit Textilien. Mit bildnerischen Arbeiten, die nicht bloß dekorativ sind, sondern aus einem künstlerischen Prozess entstehen. Und ja, ich arbeite derzeit an Altardecken. Aber das ist nur ein Teil meines Weges. Was viele nicht wissen: Ich fertige seit vielen Jahren auch besondere Festkleidung und textile Einzelstücke im Auftrag. Gewänder, Mäntel, Ensembles, Stücke für besondere Anlässe. Nicht von der Stange. Nicht reproduzierbar. Nicht zweimal gleich. Manche dieser Arbeiten brauchen Monate. Manche über ein Jahr. Weil echtes Kunsthandwerk Zeit braucht. Weil Luxus nicht dort entsteht, wo etwas schnell verfügbar ist, sondern dort, wo künstlerische Erfahrung, Materialwissen, Gestaltung und Hingabe in einem Werk zusammenkommen. Wer so ein Stück bei mir in Auftrag gibt, bekommt kein Produkt. Er bekommt ein Unikat. Ein Werk, das in dieser Form nur ein einziges Mal existiert. Und ja, wenn ich einen solchen Auftrag annehme, ruht in dieser Zeit anderes. Denn solche Arbeiten entstehen nicht nebenbei. Sie verlangen Präsenz. Das ist auch der Grund, warum ich solche Aufträge nur sehr ausgewählt annehme. Denn hier geht es nicht um Masse. Sondern um etwas, das selten geworden ist: echtes, langsames, hochrangiges Kunsthandwerk. Ein handgearbeitetes Einzelstück, in das ein Jahr Arbeit fließt, ist kein „teures Textil“. Es ist ein Kunstwerk. Und ja, Luxus. Weil Zeit Luxus ist. Können Luxus ist. Einmaligkeit Luxus ist. Und weil etwas, das niemand sonst in genau dieser Form erschaffen kann, einen eigenen Wert hat. Vielleicht ist genau das das Wesen von Kunsthandwerk: Nicht Dinge herzustellen. Sondern etwas zu erschaffen, das bleiben darf.
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