Lama wird ruhig und achtsam geschoren, daneben ein Bild mit Decke vor dem Scheren – Vergleich zwischen vorbereitetem Tier und Entlastung danach

Scheren mit Gefühl


Wenn Tiere selbst zeigen, wann es Zeit ist
Scheren passiert bei uns nicht nach Kalender.
Sondern dann, wenn die Tiere es anzeigen.

Normalerweise beginnen wir bei den Ziegen im Februar.
Dieses Jahr nicht.
Dieses Jahr kam das Signal erst jetzt – also haben wir sie jetzt im Ganzen geschoren.

Klaus trägt im Jahr bis zu 20 cm Wolle.
Bevor er ins Training gehen kann, muss diese Last runter.
Nicht, weil wir das wollen – sondern weil sein Körper es braucht.

Die Lamas sind eigentlich im Mai dran.
Aber Kahn hatte durch die Rückenschur vom letzten Jahr vorne noch seine Mähne stehen.
Dieses Jahr war klar: sie muss runter.
Man hat gemerkt, dass es ihn „ziept“ dass es zu viel ist.
Also haben wir gehandelt.

So arbeiten wir.
Nicht nach Plan – sondern nach Wahrnehmung.

Und ja, das bedeutet auch:
das wenn ein Tag 25 Grad – ein Tag 5 Grad hat
geschoren wird und am nächsten wieder eine Decke drauf kommt.
Dann wieder runter.

Nicht, weil wir uns nicht entscheiden können.
Sondern weil wir reagieren.

Wir leben draußen.
Der Stall ist noch nicht fertig.
Also gleichen wir aus, was die Tiere selbst nicht regulieren können.

Der Unterschied zu vielen Betrieben ist einfach:
Dort kommt der Scherer an einem festen Tag – und dann muss es passen.
Egal, ob das Tier bereit ist oder nicht.

Wir machen es selbst.
Damit wir reagieren können.
Damit wir sehen.
Damit wir fühlen, wann genug ist.

Das Ergebnis ist nicht nur „geschoren“.
Sondern ein Tier, das in seinem Tempo loslassen konnte.

Und für alle, die sich fragen, wie wir das überhaupt tragen:
Wir verzichten.
Wir fahren Rad, sparen am Diesel, Rauchen nicht, trinken nicht, eben vom Footsharing.


Und wir arbeiten – in anderen Bereichen.

Ganzheitliche Lebensberatung – Klarheit, Ausrichtung und innere Ordnung
Ich begleite Menschen in Phasen von Veränderung, Überforderung oder Neuorientierung.
In meiner Arbeit verbinde ich Gespräch, Wahrnehmung, Gestaltung und Methoden wie Hypnose, um innere Prozesse sichtbar zu machen und neue Wege zu öffnen.
Es geht nicht darum, etwas vorzugeben, sondern darum, den eigenen Zugang wiederzufinden – klar, stabil und im eigenen Tempo.
Die Arbeit findet vor Ort in ruhiger Atmosphäre statt und richtet sich an Menschen, die bereit sind, sich selbst zu begegnen und neue Schritte zu gehen.


Danke an alle, die uns unterstützen –
durch Buchungen, Aufträge, Weiterempfehlungen oder einfach dadurch, dass sie sehen, was hier entsteht.


Frau arbeitet ruhig und konzentriert mit ihren Tieren: Schaf und Ziege werden achtsam geschoren, daneben Training mit einem schwarzen Pferd im Wald.

Über Ostern ist hier weitergearbeitet worden.

Ziegen geschoren, Offenstall gemistet, die Wasserversorgung vom Winterbetrieb mit Kanne und Eimer auf Sommerbetrieb mit Selbstbedienung und Tränken umgestellt.

Die Stunde, die bisher jeden Tag ins Schleppen gegangen ist, ist jetzt frei.

Und diese Zeit geht dorthin, wo sie gebraucht wird: in die Ausbildung.

Die Jugend beginnt, ins Trainingsprogramm hineinzuwachsen.

Gleichzeitig brauchen auch die Großen ihren Raum, ihr Training, ihre Klarheit und ihre Stabilität.

Denn nur wenn sie in sich ruhig bleiben, können sie den Nachwuchs tragen, ohne dass Unruhe oder Konkurrenz entsteht.

Hier wird nicht einfach beschäftigt.

Hier wird gearbeitet, mit Blick darauf, dass jeder seinen Platz hat, dass Freude am Mitmachen bleibt und dass Entwicklung nicht auf Kosten von Beziehung passiert.

Der vier und der fünfjährige verlangen dieses Jahr mehr Training. Nicht mehr nur spielerisch, sondern mit Richtung.

Bis ein Tier so weit ist, dass es ruhig, klar und verlässlich mit Kindern arbeiten kann, stehen fünf bis zehn Jahre Ausbildung dahinter.

Und es gibt Prozesse hier, die so nicht selbstverständlich sind.

Die Alt-Hengste, welche die Junghengste mit ausbilden und mittragen, auch wenn sie nicht von ihnen stammen.

Und Dusty, der als Altmeister über allem steht, beobachtet, reguliert und greift ein, wenn es nötig ist.

Wenn mit dem Nachwuchs gearbeitet wird, hält die Herde die Spannung, ruhig, aufmerksam und wach.

Und wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, gleicht er aus.

Das ist nicht selbstverständlich.

Vor allem nicht, wenn man bedenkt, wie er hier angekommen ist.

Nicht reitbar. Nicht einsatzfähig.

Und heute trägt er Struktur.

Wenn Andernorts die Pferde roh bleiben, bis sie fünf sind. Nutzen wir diese Zeit für Grundlegendes Miteinnder. Ein Kaliber wie Thor mit fünf noch roh wäre ein Himmelfahrtskommando schlechthin.

Wir sind mit ihm spazieren gegangen, haben Bodenarbeit gemacht und natürlich durfte er mit Sary und Alf freilaufen.

850 Kilo und gleichzeitig so fein und sensibel wie ein Araberbaby.

Würden wir klassisch arbeiten, statt mit so langer Vorlaufzeit, würde er heute nicht so mitgehen, wie er es tut.

Er wird nicht über Gewalt geritten, sondern über Hilfen, über Gefühl und über Vertrauen.

Aktuell im Longenreiten, geführt, begleitet und aufgebaut.

Nicht übers Knie gebrochen, nur weil es ein Hengst ist.

Ja, Hengste brauchen Erziehung.

Menschen oft genauso.

Genau deshalb beginnt die Arbeit hier nicht beim Pferd, sondern bei den Ziegen und den Lamas.

Erst wer dort Ruhe, Gefühl und Klarheit entwickelt, geht weiter.

Auch die Haltung der Hengste folgt nicht dem üblichen Bild.

Sie stehen nicht isoliert.

Sie laufen in Verbindung, haben Kontakt und gehen je nach Konstellation gemeinsam auf die Koppel.

Mit Struktur, mit Abstand und mit System, aber nicht in Einzelhaft.

Sie bleiben Teil der Herde.

Und genau deshalb funktionieren sie auch als Team.

Dazu gehört auch die Ausrüstung.

Die Reitpads, die hier genutzt werden, sind handgemacht, mehrlagig aufgebaut und auf die Pferde abgestimmt.

Sie unterstützen den Rücken, ermöglichen freiere Bewegung und werden von den Pferden angenommen.

Während Menschen oft nur den Preis sehen, reagieren die Tiere auf das, was tatsächlich bei ihnen ankommt.

Und genau darum wird diese Arbeit gemacht.

Parallel dazu laufen Aufträge, damit Dinge überhaupt bezahlt werden können.

Heu bezahlt sich nicht von alleine. Die Mistentsorgung auch nicht, dieses Jahr sind bereits sechs Container abgefahren worden.

Planen, Versorgung und laufende Kosten tragen sich nicht von selbst.

Und genau dafür wird gearbeitet.

Unterstützt wird das durch die, die Aufträge.

Und eines ist dabei klar:

Dieses Projekt wird geführt. Die Verantwortung liegt hier. Die Entscheidungen entstehen hier.

Wer sich einbringen möchte, ist willkommen, diesen Weg mitzugehen. Ob als Kunde oder Vereinsmtglied

Es ist Arbeit. Es hat Wert. Und es trägt.

Es entsteht im Tun.