Gemaltes Bild eines warmen Ateliers, in dem eine Frau mit zwei Kindern ruhig und konzentriert malt und gestaltet, umgeben von Farben, Papier und weichem Licht.

wenn aus dem eigenen Erleben die Berufung geboren wurde

Als meine Kinder klein waren, habe ich mit ihnen nicht nur das gemacht, was später als Reittherapie bezeichnet wird. Wir waren draußen, wir waren mit den Ponys unterwegs, wir haben gemeinsam erlebt, was Verbindung bedeutet. Gleichzeitig gab es noch eine zweite Ebene, die genauso wichtig war.

Ich habe mit meinen Kindern gestaltet.

Wir haben gebastelt, gemalt, ausprobiert, erschaffen. Nicht als Beschäftigung, sondern als Zugang. Zu sich selbst, zu Gefühlen, zu dem, was oft nicht gesagt werden kann.

Ich habe dabei sehr früh gesehen, was sowohl im Kontakt mit den Tieren als auch im kreativen Arbeiten passiert – gerade bei Kindern, die innerlich unter Druck stehen oder sich nicht mehr ausdrücken können.

Heute arbeite ich schwerpunktmäßig mit Menschen, die Trennung erlebt haben.

Vor allem Trennungen im familiären Kontext.
Scheidungen.
Zerbrochene Strukturen.
Und die Folgen davon.

Nicht als Theorie, sondern als das, was im Alltag bleibt:

Kinder, die sich zurückziehen.
Kinder, die sich nicht mehr öffnen.
Eltern, die nicht mehr an ihr Kind herankommen.
Gespräche, die nichts mehr klären.

Und Erwachsene, die merken, dass etwas in ihnen dauerhaft angespannt oder blockiert ist, ohne genau greifen zu können, warum.

Viele dieser Situationen haben eine gemeinsame Grundlage:

Erlebte Trennung, die nicht wirklich verarbeitet wurde.

Und genau hier greift klassische Familienberatung oft zu kurz.

Wenn Kinder sich öffnen und das, was sie sagen, direkt weitergegeben wird, kann das Vertrauen zusätzlich beschädigen. Das Kind lernt, vorsichtiger zu werden. Die Eltern verlieren gleichzeitig den Zugang und verstehen nicht, warum.

Es entsteht keine echte Klärung, sondern häufig eine Verstärkung der bestehenden Dynamik.

Meine Arbeit setzt an einem anderen Punkt an.

Ich arbeite nicht damit, Inhalte sofort nach außen zu tragen oder Probleme direkt zu besprechen. Ich arbeite damit, einen Zugang nach innen herzustellen – zu dem, was unterhalb der sichtbaren Konflikte liegt.

Der Raum dafür ist das Atelier.

Dort arbeite ich mit Erwachsenen – nicht mit Kindern.

Mit Hypnose, mit Traumreisen, mit idiomotorischem Zeichnen und mit kreativen, selbstständigen Prozessen, die einen Zugang ermöglichen, der nicht über den Verstand gesteuert ist.

Das Ziel ist nicht, sofort Lösungen zu formulieren.
Das Ziel ist, überhaupt wieder wahrnehmen zu können, was im eigenen Inneren wirkt.

Diese Arbeit basiert nicht auf spontanen Ideen oder einzelnen Erfahrungen.

Ich habe über Jahre hinweg Fortbildungen, Supervisionen und intensive Selbsterfahrungsprozesse durchlaufen. Gleichzeitig habe ich meine eigenen Erfahrungen aus familiären Prozessen, Trennung und Klärungsarbeit integriert und reflektiert.

Das, was heute im Atelier stattfindet, ist das Ergebnis dieses Weges.

Nicht improvisiert, sondern aufgebaut.

Wenn dieser innere Zugang wieder entsteht, verändert sich auch das, was im Außen passiert.

Nicht durch neue Regeln oder Techniken, sondern durch eine veränderte innere Haltung. Gespräche werden klarer, Reaktionen ruhiger, Verbindung wieder möglich.

Die tiergestützte Arbeit ist ein nächster Schritt, der sich aktuell im Aufbau befindet.

Sie ist bewusst nicht der Ausgangspunkt, sondern baut auf dem auf, was im Menschen selbst bereits geklärt und stabilisiert ist.

Die Grundlage dafür entsteht im Atelier.

So entsteht eine Arbeit, die nicht darauf ausgerichtet ist, schnell Lösungen zu produzieren, sondern darauf, nachhaltige Veränderung zu ermöglichen.

Und genau darin liegt ihre Wirkung.

Frau arbeitet ruhig und konzentriert mit ihren Tieren: Schaf und Ziege werden achtsam geschoren, daneben Training mit einem schwarzen Pferd im Wald.

Über Ostern ist hier weitergearbeitet worden.

Ziegen geschoren, Offenstall gemistet, die Wasserversorgung vom Winterbetrieb mit Kanne und Eimer auf Sommerbetrieb mit Selbstbedienung und Tränken umgestellt.

Die Stunde, die bisher jeden Tag ins Schleppen gegangen ist, ist jetzt frei.

Und diese Zeit geht dorthin, wo sie gebraucht wird: in die Ausbildung.

Die Jugend beginnt, ins Trainingsprogramm hineinzuwachsen.

Gleichzeitig brauchen auch die Großen ihren Raum, ihr Training, ihre Klarheit und ihre Stabilität.

Denn nur wenn sie in sich ruhig bleiben, können sie den Nachwuchs tragen, ohne dass Unruhe oder Konkurrenz entsteht.

Hier wird nicht einfach beschäftigt.

Hier wird gearbeitet, mit Blick darauf, dass jeder seinen Platz hat, dass Freude am Mitmachen bleibt und dass Entwicklung nicht auf Kosten von Beziehung passiert.

Der vier und der fünfjährige verlangen dieses Jahr mehr Training. Nicht mehr nur spielerisch, sondern mit Richtung.

Bis ein Tier so weit ist, dass es ruhig, klar und verlässlich mit Kindern arbeiten kann, stehen fünf bis zehn Jahre Ausbildung dahinter.

Und es gibt Prozesse hier, die so nicht selbstverständlich sind.

Die Alt-Hengste, welche die Junghengste mit ausbilden und mittragen, auch wenn sie nicht von ihnen stammen.

Und Dusty, der als Altmeister über allem steht, beobachtet, reguliert und greift ein, wenn es nötig ist.

Wenn mit dem Nachwuchs gearbeitet wird, hält die Herde die Spannung, ruhig, aufmerksam und wach.

Und wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, gleicht er aus.

Das ist nicht selbstverständlich.

Vor allem nicht, wenn man bedenkt, wie er hier angekommen ist.

Nicht reitbar. Nicht einsatzfähig.

Und heute trägt er Struktur.

Wenn Andernorts die Pferde roh bleiben, bis sie fünf sind. Nutzen wir diese Zeit für Grundlegendes Miteinnder. Ein Kaliber wie Thor mit fünf noch roh wäre ein Himmelfahrtskommando schlechthin.

Wir sind mit ihm spazieren gegangen, haben Bodenarbeit gemacht und natürlich durfte er mit Sary und Alf freilaufen.

850 Kilo und gleichzeitig so fein und sensibel wie ein Araberbaby.

Würden wir klassisch arbeiten, statt mit so langer Vorlaufzeit, würde er heute nicht so mitgehen, wie er es tut.

Er wird nicht über Gewalt geritten, sondern über Hilfen, über Gefühl und über Vertrauen.

Aktuell im Longenreiten, geführt, begleitet und aufgebaut.

Nicht übers Knie gebrochen, nur weil es ein Hengst ist.

Ja, Hengste brauchen Erziehung.

Menschen oft genauso.

Genau deshalb beginnt die Arbeit hier nicht beim Pferd, sondern bei den Ziegen und den Lamas.

Erst wer dort Ruhe, Gefühl und Klarheit entwickelt, geht weiter.

Auch die Haltung der Hengste folgt nicht dem üblichen Bild.

Sie stehen nicht isoliert.

Sie laufen in Verbindung, haben Kontakt und gehen je nach Konstellation gemeinsam auf die Koppel.

Mit Struktur, mit Abstand und mit System, aber nicht in Einzelhaft.

Sie bleiben Teil der Herde.

Und genau deshalb funktionieren sie auch als Team.

Dazu gehört auch die Ausrüstung.

Die Reitpads, die hier genutzt werden, sind handgemacht, mehrlagig aufgebaut und auf die Pferde abgestimmt.

Sie unterstützen den Rücken, ermöglichen freiere Bewegung und werden von den Pferden angenommen.

Während Menschen oft nur den Preis sehen, reagieren die Tiere auf das, was tatsächlich bei ihnen ankommt.

Und genau darum wird diese Arbeit gemacht.

Parallel dazu laufen Aufträge, damit Dinge überhaupt bezahlt werden können.

Heu bezahlt sich nicht von alleine. Die Mistentsorgung auch nicht, dieses Jahr sind bereits sechs Container abgefahren worden.

Planen, Versorgung und laufende Kosten tragen sich nicht von selbst.

Und genau dafür wird gearbeitet.

Unterstützt wird das durch die, die Aufträge.

Und eines ist dabei klar:

Dieses Projekt wird geführt. Die Verantwortung liegt hier. Die Entscheidungen entstehen hier.

Wer sich einbringen möchte, ist willkommen, diesen Weg mitzugehen. Ob als Kunde oder Vereinsmtglied

Es ist Arbeit. Es hat Wert. Und es trägt.

Es entsteht im Tun.

Mutter und Kind umarmen sich – teils real, teils als leuchtende, energetische Darstellung – als Symbol für eine Verbindung, die auch ohne Kontakt bestehen bleibt

Ostern, Familie und das, was bleibt

Ostern ist ein Familienfest.
Und genau deshalb berührt es oft nicht nur das Schöne – sondern auch das, was tief sitzt.

Familienfeste erinnern uns nicht nur an Verbindung.
Sie erinnern uns auch an das, was gefehlt hat.
An das, was verletzt hat.
An das, was über Generationen weitergegeben wurde.

Ich bin nicht nur eine verstoßene Mutter.
Ich bin auch eine verstoßene Tochter.

Und dieses Thema ist kein Einzelfall.
Es zieht sich durch meine Familie – von meiner Uroma über meine Oma, über meine Mutter zu mir und von mir zu meinen Kindern.

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich hinstellt und sagt:
Bis hierher und nicht weiter.

Den Kreislauf bewusst unterbrechen

Ich habe mich genau dafür entschieden.

Nicht wegzuschauen.
Nicht weiterzugeben.
Nicht zu wiederholen, was schon so lange wirkt.

Deswegen bin ich Lebensberaterin geworden.
Deswegen habe ich unzählige Fortbildungen gemacht.

Nicht, weil es „ein Beruf“ ist –
sondern weil ich verstehen wollte.
Weil ich diesen Schmerz nicht einfach weitertragen wollte.

Und weil ich nicht wollte, dass meine Kinder das gleiche Paket ungefiltert übernehmen.

Warum ich trotzdem schreibe

Gerade an Tagen wie Ostern schreibe ich meinen Kindern.

Nicht, um Druck zu machen.
Nicht, um etwas einzufordern.

Sondern weil ich möchte, dass von meiner Seite aus nichts offen bleibt.

Wenn sie Fragen haben, bekommen sie Antworten.
Echte Antworten.

Weil ich möchte, dass das, was von mir ausgeht, geklärt ist.
Auch wenn ich nicht beeinflussen kann, was von anderen Seiten kommt.

Denn natürlich sind Themen trotzdem weitergegeben worden.
Ich bin nicht das einzige Familienmitglied.

Es gibt andere, die ihre eigenen Themen nicht angeschaut haben.
Nicht reflektiert haben.
Und die ihre Sicht auf die Kinder übertragen haben.

Wenn Kinder ihren eigenen Weg gehen

Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen.

Und sie stehen jetzt an dem Punkt, an dem sie anfangen, selbst zu erleben.
Selbst zu fühlen.
Selbst zu verstehen.

Noch sprechen sie nicht mit mir darüber.
Noch trauen sie sich nicht, diese Perspektive einzunehmen.

Aber ich sehe, dass es sich bewegt.

Sie sind gerade mit sich selbst beschäftigt.
Mit ihrer eigenen Entwicklung.

Und das ist richtig so.

Zeit wirkt – auch wenn es still ist

Ich glaube nicht, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist.

Ich glaube, dass es Zeit braucht.

Vielleicht Jahre.
Vielleicht ein ganzes Stück Leben.

Aber irgendwann kommt oft dieser Moment, an dem sich der Blick verändert.

An dem Fragen entstehen.
An dem man Dinge anders einordnet.

Und vielleicht kommt dann irgendwann ein Satz wie:

„Mama, es ist schade, dass wir nicht früher gekommen sind.“

Nicht aus Schuld.
Sondern aus Erkenntnis.

Verbindung verschwindet nicht

Auch wenn gerade kein Kontakt da ist.
Auch wenn nicht gesprochen wird.

Die Verbindung ist nicht weg.

Sie verändert nur ihre Form.

Manchmal ist sie leise.
Manchmal nur noch innerlich spürbar.
Manchmal zeigt sie sich erst viel später wieder im Außen.

Aber sie bleibt.

Ein ruhiger Blick auf Ostern

Vielleicht geht es an solchen Tagen gar nicht darum, alles zu lösen.

Sondern darum, sich selbst nicht zusätzlich zu verurteilen.

Nicht zu hart zu sein –
weder mit sich selbst noch mit den eigenen Kindern.

Jeder steht an einem anderen Punkt.
Jeder braucht seine eigene Zeit.

Und manchmal ist das Wichtigste, was man tun kann:

Die Tür offen lassen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen ruhigen Ostersonntag.
Und seid nicht zu hart – weder mit euch noch mit euren Kindern.

Goldener Drache mit ausgebreiteten Flügeln schützt mehrere junge Pferde, während er Ostereier bemalt und ein leuchtendes Ei hält, aus dem ein Hof entsteht; darunter keltischer Schriftzug „Ostara“ in einer frühlingshaften Landschaft.

🌿 Ostara – Das Licht bleibt und beginnt zu bauen

Es gibt Zeiten, in denen die Welt laut wird.
Zu laut.

Zu viel Schwere,
zu viel Druck,
zu viele Stimmen, die erzählen, dass alles zerfällt.

Und genau in dieser Zeit stehen wir hier.

Nicht am Ende –
sondern an einem Punkt,
an dem entschieden wird,
was wir wirklich nähren.

Ostara ist kein schönes Frühlingsbild.
Ostara ist ein Wendepunkt.

Ein Moment, in dem das Leben beginnt,
sich wieder durchzusetzen –
leise, aber unaufhaltsam.

Und genau jetzt zeigt sich,
wer diesem Impuls folgt
und wer sich von der Schwere binden lässt.

🌱 Hoffnung halten – auch wenn sie noch nicht sichtbar ist

Hoffnung ist kein Gefühl.
Hoffnung ist ein Halten.

Ein inneres Wissen,
dass das, was du trägst,
real werden will –
auch wenn du es noch nicht greifen kannst.

Gerade jetzt.

Denn das, was im Winter gewachsen ist,
wird nicht verschwinden.
Es sucht sich seinen Weg nach oben.

🐾 Die Welt baut sich neu – nicht überall, aber dort, wo es gehalten wird

Während vieles im Außen bröckelt,
beginnt an anderen Stellen etwas Neues.

Still.
Unauffällig.
Aber tragfähig.

Nicht aus Druck geboren,
sondern aus Verbindung.

Nicht aus Angst,
sondern aus dem Wissen:
👉 Es darf anders sein.

🐉 Ein Ort beginnt zu entstehen

Und genau hier setzt unsere Bewegung an.

Nicht als Idee.
Nicht als „irgendwann“.

Sondern jetzt.

Ein Raum,
in dem Mensch, Tier und Bewusstsein wieder zusammenfinden.

Ein Ort,
an dem nicht gegen das Leben gearbeitet wird,
sondern mit ihm.

Ein Hof,
ein Zentrum,
ein lebendiger Raum,
der nicht auf Kontrolle basiert,
sondern auf Verbindung, Entwicklung und echter Begegnung.

Die Tiere sind Teil davon.
Die Menschen sind Teil davon.
Und das, was viele gerade suchen –
Ruhe, Klarheit, echte Ausrichtung –
bekommt dort wieder Platz.

🌿 Die Einladung

Dieser Ort entsteht nicht allein.

Er wächst mit denen,
die ihn fühlen.

Mit denen,
die nicht mehr nur zusehen wollen,
sondern Teil von etwas werden,
das trägt.

👉 Wenn du spürst, dass dich das ruft,
dann bist du gemeint.

Nicht, weil du „musst“.
Sondern weil dein Platz bereits darin angelegt ist.

Ob als Begleiter, Unterstützer, stiller Träger im Hintergrund
oder als jemand, der diesen Raum später nutzt –

das Feld öffnet sich.

Und es beginnt, sich zu füllen.

🔥 Warum gerade jetzt

Weil genau jetzt die Zeit ist,
in der entschieden wird,
ob wir uns weiter von der Dunkelheit führen lassen
– oder ob wir anfangen, selbst Räume zu erschaffen,
in denen Licht wieder selbstverständlich ist.

Nicht als Idee.
Sondern als gelebte Realität.

🌱 Essenz

Ostara bedeutet nicht:
„Es wird irgendwann besser.“

Ostara bedeutet:
👉 Es beginnt – und du bist Teil davon.

🌿✨Gesegnete Ostara-Zeit

Das Licht kehrt nicht nur zurück.
Es beginnt, Form anzunehmen.

Zwischen Druck und Orientierung

Es kippt gerade etwas – und viele spüren es

Man muss sich nur umhören.

Die Leute werden unruhig.
Nicht, weil sie sich etwas einreden –
sondern weil sich etwas verändert.

Überall tauchen dieselben Themen auf:
Krieg.
Energiepreise.
Neue Einschränkungen, über die schon gesprochen wird.

Und keiner weiß mehr, was davon wirklich kommt –
aber alle merken: es wird enger.

Dazu kommen Geschichten, die sich verbreiten und hängen bleiben:

Menschen, die plötzlich keinen Zugriff mehr auf ihr Geld haben.
Konten, die gesperrt sind.
Leute, die sagen, dass sie für ihre Aussagen oder ihre Haltung massive Konsequenzen erlebt haben.

Ob im Einzelfall alles genau so ist, wie erzählt wird –
darum geht es vielen gar nicht mehr.

Die Wirkung ist längst da.

Das Vertrauen bricht weg.
Nicht schlagartig – sondern Stück für Stück.

Und genau das macht die Situation so angespannt:

Man kann es nicht greifen.
Aber man kann es spüren.

Die Preise steigen weiter.
Das Leben wird teurer.
Und gleichzeitig stehen immer neue Themen im Raum, die noch mehr Druck erzeugen.

Viele merken gerade, dass sie nicht mehr so sicher sind, wie sie dachten.
Und dass Dinge möglich erscheinen, die früher undenkbar waren.

Das ist kein kleines Gefühl.
Das geht tief.

Und genau deshalb reagiert der Körper bei vielen schon längst,
bevor irgendetwas tatsächlich entschieden ist.

Unruhe.
Druck.
Ein ständiges „Da kommt noch was“.

Das ist das, was gerade wirklich draußen passiert.

Nicht nur in den Nachrichten.
Sondern in den Menschen.

Und genau in so einer Zeit passiert etwas Entscheidendes:

Menschen ziehen ihr Geld zusammen.
Sie halten fest.
Sie warten.

Verständlich.

Aber genau dadurch entsteht die nächste Bewegung:

Geld geht nicht mehr irgendwohin.
Es geht nur noch dahin, wo es wirklich Sinn macht.

Nicht in „irgendwann“.
Nicht in „mal schauen“.
Sondern in das, was jetzt trägt.

Denn während draußen alles unsicherer wird,
entsteht gleichzeitig ein Bedarf, der größer ist als vorher:

Orte, die stabilisieren.
Begleitung, die klärt.
Räume, in denen Menschen wieder bei sich ankommen.

Nicht als Luxus.
Sondern als Grundlage.

Und genau deshalb ist jetzt der Moment.

Nicht später.
Nicht wenn es wieder ruhiger ist.
Jetzt.

Dieses Zentrum entsteht.
Das ist entschieden.

Nicht, weil die Zeiten einfach sind,
sondern weil genau solche Orte jetzt gebraucht werden.

Und alles, was es jetzt braucht,
ist Bewegung.

Menschen, die jetzt buchen.
Menschen, die jetzt unterstützen.
Menschen, die jetzt erkennen: Genau hier gehört meine Energie hin.

Denn genau so wird es real.

Jetzt.


https://www.drachenzentrum-ullrich.de/

Pferd in enger Interaktion mit einem Menschen, während eine Hand dauerhaft am Kopf gehalten wird – Beispiel für unachtsamen Umgang und fehlende Wahrnehmung von Grenzen.

meine zartbeseidete Hengstherde und ihre Vision

Was mich wirklich wütend macht, ist nicht das Pferd, sondern die Unachtsamkeit der Menschen.

Immer wieder erlebe ich, dass Menschen auf das Gelände kommen und sich verhalten, als hätten sie jedes Recht, einfach an meine Tiere zu gehen – ungefragt, ungebremst, ohne Gefühl dafür, was sie da eigentlich tun. Da wird am Kopf herumgefummelt, an der Zunge gespielt, im Gesicht herumgetatscht, ständig Hände am Pferd, als wäre das selbstverständlich. Gleichzeitig halten sie sich für erfahren, für „gut mit Tieren“.

Ich würde niemals in das Wohnzimmer eines anderen Menschen gehen und ungefragt dessen Partner ins Gesicht fassen, ihn festhalten oder ihm auf den Schoß klettern. Das ist eine Frage von Anstand. Aber genau das passiert hier – nur eben mit Pferden. Und das wird als normal angesehen.

Für mich ist es das nicht. Für mich ist das ein massives Übergehen von Grenzen. Und genau daran sieht man, wie wenig Bewusstsein im Umgang mit Tieren tatsächlich vorhanden ist.

Die Pferde reagieren darauf. Die einen ziehen sich zurück, die anderen machen dicht, manche spielen mit und werden dabei immer weiter von sich selbst entfernt. Und genau aus solchen Situationen entstehen die „Problempferde“, die später irgendwo wieder auftauchen.

Wenn diese Pferde zu mir kommen, bringen sie genau das mit. Nicht, weil sie falsch sind, sondern weil ihnen vorher niemand gezeigt hat, wie echter Umgang aussieht. In meinem Leben waren es vielleicht ein Drittel der Fohlen, die wirklich klar und frei aufgewachsen sind. Die anderen zwei Drittel tragen genau solche Erfahrungen in sich – Fehlprägungen, Unfälle, unklarer Umgang, zu viel Druck oder zu wenig Wahrnehmung.

Diese Pferde sind keine „schwierigen Pferde“. Sie sind fein. So fein, dass sie auf das reagieren, was Menschen oft gar nicht wahrnehmen – auf Spannung, auf Gedanken, auf Unklarheit. Und genau deshalb können sie nicht einfach benutzt werden.

Wenn sie zu mir kommen, sind sie zuerst eines: ein Therapiefall. Nicht, weil sie kaputt sind, sondern weil sie etwas tragen, das erst wieder in Ordnung kommen muss. Ich arbeite nicht an der Oberfläche, sondern an dem, was darunter liegt – an Wahrnehmung, an kleinsten Signalen, an dem, was zwischen Mensch und Pferd tatsächlich geschieht.

Wenn ein Pferd diesen Weg gegangen ist, verändert sich etwas Grundlegendes. Es wird klar, es wird ruhig, es ist wieder bei sich. Und dann passiert etwas, das man nicht erzwingen kann: Diese Pferde beginnen, das Gelernte weiterzugeben. In der Herde, an neue Pferde, an nachkommende Fohlen. Und auch an Gäste die kommen und hinhöhren, an die Kinder, die sie noch sehen, nicht an die Erwachsenen, die sie übergehen.

Meine gesamte Herde basiert auf diesem Miteinander. Nicht ich allein forme sie, sie formen sich gegenseitig weiter. Sie zeigen sich einen anderen Umgang, eine andere Klarheit, eine andere Form von Beziehung. Das, was sie bei uns lernen, wird Teil der Herde und trägt sich von selbst weiter.

Gerade weil diese Pferde so fein sind, kann man Menschen nicht ungefiltert an sie heranlassen. Und genau hier braucht es Vorbereitung – nicht für die Pferde, sondern für die Menschen. Technische Unterstützung kann dabei helfen, Wahrnehmung zu schulen, Reaktionen sichtbar zu machen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was im Kontakt wirklich passiert, bevor jemand überhaupt in die Nähe dieser Pferde kommt.

Damit diese Arbeit möglich ist, entsteht gerade der passende Rahmen – ein Ort, an dem Pferde diesen Weg gehen können und an dem Menschen lernen, ihnen wirklich zu begegnen. Dafür braucht es Fläche, Struktur und Aufbau. Und Finanzelle Förderer, Menschen die den Sinn dain verstehen und unterstütze wollen. Durch konkrete Möglichkeiten, über Aufträge für Begleitung über Unterstützung im Aufbau für den Verein, für Material und für die Entwicklung dieses Ortes, oder auch über Verbindungen, Kontakte, die genau an der richtigen Stelle etwas in Bewegung bringen.

Das hier ist nichts Theoretisches. Und genau deshalb braucht es den Raum, in dem es vollständig aufgebaut werden kann. Und du kannst ein Teil davon sein .

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Ein Mann steht vor zerrissenen Wahlplakaten mit lächelnden Politikern, während im Hintergrund ein Sonnenlicht durchbricht.

Zwischen Versprechen und Wahrheit – der stille Punkt der Entscheidung

Es gibt eine Zeit vor der Wahl.
Und es gibt eine Zeit danach.

Dazwischen liegt etwas, das kaum jemand wirklich anschaut.

Versprechen.

Worte, die Räume öffnen sollen.
Bilder, die Vertrauen erzeugen.
Zukünfte, die greifbar klingen.

Und doch spüren viele längst:
Nicht alles davon ist dafür gedacht, gehalten zu werden.

Die alte Dynamik

Es ist kein neues Muster.

Es wiederholt sich in Zyklen:

  • Hoffnung wird erzeugt
  • Vertrauen wird gegeben
  • Realität weicht davon ab

Und jedes Mal bleibt etwas zurück:
Frust.
Resignation.
Oder ein noch tieferes Wegsehen.

Nicht wissen – oder nicht sehen wollen?

Es gibt heute kaum noch den Zustand von „wir konnten es nicht wissen“.

Information ist da.
Hinweise sind da.
Verbindungen sind sichtbar – für die, die hinschauen.

Und trotzdem entscheiden sich viele, nicht tiefer zu gehen.

Nicht, weil sie dumm sind.
Sondern weil es anstrengend ist, wirklich hinzusehen.

Weil es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen für das,
was man erkennt.

Das Feld der Spaltung

Was dann entsteht, ist kein Dialog mehr.

Es ist ein Gegeneinander:

  • „Die da oben“
  • „Die da unten“
  • „Die, die glauben“
  • „Die, die ablehnen“

Wie ein uraltes Muster, das sich immer wiederholt.

Nicht aus Bosheit.
Sondern aus Unbewusstheit.

Der eigentliche Punkt liegt woanders

Nicht in der Frage, wer recht hat.
Nicht in der Frage, wer schuld ist.

Sondern in der Frage:

Bin ich bereit, wirklich hinzuschauen?

Nicht nur nach außen.
Auch nach innen.

  • Warum glaube ich, was ich glaube?
  • Wo übernehme ich ungeprüft Meinungen?
  • Wo vermeide ich es, tiefer zu gehen?

Verantwortung ist kein Angriff

Es geht nicht darum, Menschen zu verurteilen.
Und auch nicht darum, „das Volk aufzuheizen“.

Es geht um etwas viel Ruhigeres:

Bewusstheit.

Jeder Mensch hat heute die Möglichkeit:

  • zu prüfen
  • zu hinterfragen
  • zu fühlen, ob etwas stimmig ist

Und daraus eine eigene Haltung zu entwickeln.

Was daraus entsteht

Wenn Menschen beginnen, wirklich hinzuschauen,
verändert sich etwas.

Nicht sofort im Großen.
Aber im Feld.

Weniger blinde Zustimmung.
Weniger automatische Ablehnung.
Mehr Klarheit.

Und damit verschiebt sich auch das,
was überhaupt möglich ist.

Kein Märchen mehr

Die Zeit, in der man sagen konnte
„Das hat ja keiner gewusst“,
verändert sich.

Nicht, weil alles offenliegt.
Sondern weil genug sichtbar ist,
um eigene Entscheidungen zu treffen.

Der stille Wendepunkt

Vielleicht ist genau das der eigentliche Wandel:

Nicht der große Umbruch im Außen.
Sondern der Moment,
in dem ein Mensch innehält und sagt:

Ich schaue jetzt wirklich hin.

Ohne Ausweichen.
Ohne Schuldzuweisung.
Ohne blinden Glauben.

Zwei Menschengruppen stehen sich gegenüber, verbunden durch eine fragile Lichtbrücke unter einem weiten Himmel.

Zwischen Druck und Auftrag – wenn auch Behörden Menschen sind

Es gibt einen Bereich, über den kaum jemand spricht.

Nicht, weil er unwichtig wäre.
Sondern weil er unbequem ist.

Wir sprechen viel über die Menschen, die unter Entscheidungen leiden.
Über Betriebe, die schließen müssen.
Über Tiere, die eingeschläfert werden.
Über Auflagen, die Existenzen verändern oder zerstören.

Was dabei oft ausgeblendet wird:

Auch auf der anderen Seite stehen Menschen.

Menschen, die diese Entscheidungen nicht immer aus Überzeugung treffen.
Sondern weil sie Teil eines Systems sind, das von ihnen verlangt, umzusetzen, was vorgegeben wird.

Und genau dort beginnt etwas, das selten benannt wird:
sekundäres Trauma im System.

Wenn Ausführen zur Belastung wird

Es macht einen Unterschied, ob jemand etwas entscheidet –
oder ob jemand es ausführen muss.

Ein Tier einschläfern, das nicht krank, sondern „zum Risiko erklärt“ wurde.
Einen Betrieb schließen, der über Jahre aufgebaut wurde.
Maßnahmen durchsetzen, die emotional nicht getragen werden.

Das hinterlässt Spuren.

Nicht laut.
Nicht sichtbar.
Aber tief.

Viele Menschen in solchen Positionen entwickeln mit der Zeit eine Schutzschicht:

  • Distanz
  • Härte
  • Vorschriftenorientierung ohne Spielraum
  • Erwartung, angegriffen zu werden

Das ist kein Zufall.

Das ist ein Selbstschutzmechanismus.

Wenn sich Fronten verhärten

Auf der einen Seite stehen Menschen, die sich nicht verstanden fühlen.
Auf der anderen Seite Menschen, die sich permanent angegriffen fühlen.

Beide Seiten reagieren.
Beide Seiten schützen sich.
Beide Seiten verlieren dabei Stück für Stück den Zugang zueinander.

Und so entsteht ein Feld, das sich immer weiter auflädt.

Nicht, weil jemand „böse“ ist.
Sondern weil niemand mehr wirklich in Verbindung ist.

Der blinde Fleck: Wer kümmert sich um die, die umsetzen?

In vielen Bereichen ist Supervision längst selbstverständlich.
In sozialen Berufen.
In therapeutischen Kontexten.

Aber genau dort, wo Entscheidungen mit großer Tragweite umgesetzt werden müssen, fehlt oft genau das.

Regelmäßige Reflexion.
Begleitung.
Ein Raum, in dem das Erlebte verarbeitet werden darf.

Stattdessen bleibt es oft bei:
„Das gehört zum Job.“

Nein.
Tut es nicht.

Ein Mensch bleibt ein Mensch – auch in einer Funktion.

Wandel beginnt nicht nur unten

Wenn wir über Veränderung sprechen, schauen viele nur in eine Richtung:
„Das System muss sich ändern.“

Doch Systeme verändern sich nicht abstrakt.
Sie verändern sich durch die Menschen in ihnen.

Und dazu gehört auch:

  • Selbstreflexion
  • das Erkennen eigener Prägungen und Schutzmechanismen
  • die Bereitschaft, Verantwortung nicht nur nach außen, sondern auch nach innen zu übernehmen

Nicht als Schuld.
Sondern als Möglichkeit.

Was möglich wäre

Stell dir vor, es wäre selbstverständlich, dass auch Behördenmitarbeiter:

  • Supervision erhalten
  • traumatische Erfahrungen aufarbeiten
  • lernen, zwischen Rolle und Menschsein zu unterscheiden
  • wieder Zugang zu ihrer eigenen Wahrnehmung bekommen

Nicht, um „weicher“ zu werden.
Sondern um klarer zu werden.

Dann würde sich etwas verschieben.

Nicht sofort.
Nicht spektakulär.

Aber spürbar.

Kein Gegeneinander – sondern ein Erkennen

Dieser Blick schützt niemanden vor Verantwortung.
Und er entschuldigt auch nichts.

Aber er erweitert das Bild.

Denn dort, wo wir nur Gegner sehen, bleibt alles stehen.
Dort, wo wir erkennen, was darunter wirkt, kann Bewegung entstehen.

Und vielleicht ist genau das ein Teil des Wandels:

Dass wir beginnen, auch dort hinzuschauen, wo es unbequem ist.
Und wo Menschsein hinter Funktionen verschwindet.


https://praxis-fuer-spirituelle-lebensberatung.de/

Frau mit weißen Haarpartien lehnt den Kopf an zwei junge, schlanke Pferde mit langen Mähnen; warmes Sonnenlicht fällt von hinten und verbindet Mensch und Tier in ruhiger Nähe.

Tiergestützte Arbeit & Herdenraum

„Austausch – Arbeitsvorbereitung“

Es wurde sich über mangelnden Austausch beschwert. Von daher möchte ich mal etwas von uns hergeben 🫣

Ich hatte eigentlich gewartet mit einer Vorstellung, bis ich den Hof meiner Träume bekommen und eingerichtet habe, um dann von meiner Arbeit zu erzählen.
Aufgrund dieses Beitrags mache ich das jetzt vorgezogen.

Ich lebe und arbeite seit über fünfzig Jahren mit Tieren – in Aufzucht, Haltung und Training.
Seit 2010 bin ich nicht nur angewandte Westernreiterin und Familienberaterin, sondern auch Reittherapeutin.

Ich arbeite nicht mit einzelnen Pferden, sondern mit einer Herde.

Eine Herde ist kein Bestand – sie ist ein lebendiges System.
Mit Beziehungen, Aufgaben und Übergängen zwischen den Generationen.

Gleichzeitig befinden wir uns im Generationswechsel:
Die Tiere, die derzeit arbeiten, ziehen den Nachwuchs auf, damit sie später in Rente gehen können, wenn der Nachwuchs den Staffelstab übernommen hat.

Und jedes Tier bleibt Teil der Familie – bis zu seinem natürlichen Ende.
Deshalb brauchen wir keinen kleinen Hof.

Das bedeutet:
Wir arbeiten nicht auf Zeit.
Wir bauen nicht auf Austausch.
Wir leben Verbindung.

Mit der gesamten Herde sind wir aktuell auf der Suche nach einem Zuhause, das den Ansprüchen unserer Tiere gerecht wird und in dem wir sowohl von Behörden als auch von der Bevölkerung willkommen sind – was aktuell der Nadel im Heuhaufen entspricht.

Es geht nicht um „ein Pferd“, sondern um eine gewachsene Herde mit allem, was sie braucht, um ihrer Natur zu folgen, einen eigenen Job zu entwickeln und anbieten zu können, was sie in der Begegnung mit Besuchern machen möchte.

Was unsere Arbeit besonders macht, ist nicht das „Angebot“, sondern das, was die Tiere selbst mitbringen.

Jedes Tier entwickelt innerhalb der Herde seinen eigenen Ausdruck und seine eigene Art der Interaktion mit Menschen.
Nichts wird aufgesetzt. Nichts wird erzwungen.

Begegnung entsteht.

Allein das Beobachten dieser Herde – wie sie kommuniziert, interagiert, Grenzen setzt, trägt und reagiert – kann bereits ein ganzes Kurswochenende füllen.

Das ist ein System, das über fünfzig Jahre gewachsen ist und gelebt wird – und das seine eigene Hausordnung trägt, die respektiert werden muss.
Etwas, das dem heutigen gespaltenen und ständig modernisierten Tierverständnis oft fehlt.

Da mir der Schutz der Tiere sehr wichtig ist, entsteht aktuell die Idee eines digitalen Vorbereitungsraumes.
Ein Raum, in dem Menschen die Herde kennenlernen können, bevor sie ihr real begegnen.

Damit Begegnung nicht aus Neugier entsteht, sondern aus Verständnis und Respekt.

Diese Arbeit ist über Jahrzehnte gewachsen und folgt einer klaren inneren Ordnung.

Wer sich darauf einlässt, begegnet nicht nur Tieren, sondern einem lebendigen Gefüge, in dem Entwicklung, Spiegelung und echte Verbindung möglich werden.

Wer unterstützen möchte, kann das unteranderem hier tun:

https://www.startnext.com/der-naechste-schritt-fuer-unse

oder auch direktüber den Laden in der Mühlstraße 1 Zweibrücken ,

oder auch direkt über die Website :

https://www.drachenzentrum-ullrich.de/

Eine übergewichtige Reiterin sitzt auf einem ebenfalls stark übergewichtigen Pferd, das sich gegen das Reiten wehrt und nach oben springt.

Wenn falsches Füttern Tiere krank macht

– und warum Verantwortung beim Menschen beginnt

Ein Problem, über das viel zu selten ehrlich gesprochen wird, ist das Thema Fütterung.

In Deutschland sind sehr viele Pferde und Ponys schlicht zu dick.
Nicht ein bisschen zu rund – sondern krank gefüttert.

Das betrifft besonders viele Ponys und robuste Rassen, die eigentlich dafür gemacht sind, mit wenig Futter auszukommen und sich viel zu bewegen. Stattdessen stehen sie heute oft rund um die Uhr auf üppigen Weiden, bekommen zusätzlich Kraftfutter, Leckerlis und ständig etwas „extra“.

Das Ergebnis sind Tiere, deren Stoffwechsel völlig überfordert ist.

Hufrehe, Stoffwechselkrankheiten und massive Probleme mit Gelenken und Bewegung nehmen immer weiter zu. Bei manchen Rassen kommen zusätzliche Erkrankungen dazu, etwa chronische Haut- und Wucherungsprobleme an den Beinen.

Viele dieser Krankheiten entstehen nicht zufällig.

Sie entstehen, weil Menschen Tiere falsch halten und falsch füttern.

Ein Spiegel, den viele nicht sehen wollen

Auffällig ist dabei ein Muster, das viele Menschen nicht gerne hören.

Sehr häufig sind nicht nur die Tiere übergewichtig – sondern auch ihre Besitzer.

Menschen, die selbst wenig auf Bewegung, Ernährung und körperliche Fitness achten, übertragen genau dieses Verhalten auf ihre Tiere. Das Pony steht den ganzen Tag auf der Weide und frisst, der Mensch bewegt sich selbst kaum – und irgendwann wundert man sich, warum das Tier krank wird.

Besonders absurd wird es dann, wenn schwergewichtige Menschen sich auf viel zu dick gefütterte Ponys setzen und erwarten, dass diese problemlos funktionieren.

Viele dieser Tiere sind körperlich längst überlastet.

Wenn ein Pony sich dann weigert, nicht mehr vorwärts will oder unruhig wird, wird schnell behauptet, das Tier sei schwierig oder schlecht erzogen.

Dabei sagt das Tier oft einfach nur:
Das ist zu viel.

Bewegung statt Dauerfutter

Pferde und Ponys sind Lauftiere.

Ihr Körper ist darauf ausgelegt, sich täglich viele Kilometer zu bewegen und dabei kontinuierlich kleine Mengen Futter aufzunehmen.

Dauerweiden mit energiereichem Gras, kombiniert mit wenig Bewegung, sind für viele Tiere ein direkter Weg in Stoffwechselkrankheiten.

Die Tiere werden schwer, unbeweglich und krank.

Und wieder wird häufig das Tier verantwortlich gemacht – obwohl das Problem beim Menschen liegt, der Haltung und Fütterung bestimmt.

Wenn Besucher die Hausordnung ignorieren

Ein weiteres Problem entsteht dort, wo Menschen Tiere füttern, ohne nachzudenken.

Besucher wollen einem Tier etwas Gutes tun und geben ihm schnell eine Möhre oder ein Leckerli.

Was dabei oft vergessen wird: Pferde leben in einer Herde mit klarer Rangordnung.

Wenn nur ein einzelnes Tier etwas bekommt, entsteht sofort Konkurrenz.

Andere Tiere wollen ebenfalls an das Futter kommen.
Sie drängen, schieben oder versuchen schneller zu sein.

In solchen Situationen kann ein Pony durchaus nach dem Futter schnappen – und plötzlich ist der Finger des Menschen dazwischen.

Dann heißt es wieder:
Das Pony hat gebissen.

Doch die Ursache liegt häufig darin, dass Menschen einfache Regeln nicht einhalten.

Wenn Tiere gefüttert werden, dann geordnet – und für alle.
Oder gar nicht.

Hausordnungen auf Höfen haben genau diesen Sinn:
Konflikte zwischen Tieren zu vermeiden und Menschen zu schützen.

Wer diese Regeln ignoriert, bringt Unruhe in die Herde.

Verantwortung statt Bequemlichkeit

Der Umgang mit Tieren verlangt Verantwortung.

Das bedeutet:

  • Tiere artgerecht zu füttern
  • ihre körperlichen Grenzen zu erkennen und zu respektieren
  • ihre natürlichen Bedürfnisse zu verstehen
  • und klare Regeln im Umgang mit ihnen einzuhalten.
  • vor allem Selbstreflexion

Tiere sind keine Freizeitgeräte und keine Futterempfänger für menschliche Gefühle.

Sie sind Lebewesen mit einem eigenen Körper, einem eigenen Stoffwechsel und klaren Bedürfnissen.

Wenn Menschen beginnen, diese Verantwortung ernst zu nehmen, profitieren beide Seiten.

Die Tiere bleiben gesünder.
Und Menschen lernen wieder, bewusster mit den Lebewesen umzugehen, die sie in ihre Obhut genommen haben.