Collage aus dem Alltag des Vereins: Obstbaumwiesenpflege, Mähen von Hand, Ausbildung von Pferden, Arbeit mit Tieren und jahrelange Betriebsvorbereitung trotz fehlender Unterstützung und fehlendem eigenen Hof.

offenbar fehlt uns nur eine Goldmedaille

Vor einiger Zeit wurde uns erklärt, warum unser Verein keine Unterstützung bekommt.

Wir hätten keine Olympia-Ambitionen.

Kein Scherz.

Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Seit Jahren betreiben wir Aufbauarbeit.
Wir versorgen Tiere.
Wir mähen Obstbaumwiesen.
Wir bereiten einen Betrieb vor, der noch nicht einmal einen eigenen Hof hat.
Wir bilden Tiere aus.
Wir schaffen Strukturen für Projekte mit Kindern und Tieren.
Wir arbeiten daran, dass aus einer Idee irgendwann etwas Dauerhaftes werden kann.

Aber offenbar fehlt das Entscheidende:

Eine olympische Disziplin.

Vielleicht haben wir einfach die falschen Leistungen erbracht.

Vielleicht hätte man uns eher geholfen, wenn wir statt Obstbaumwiesen zu mähen Hochsprung trainiert hätten.

Oder wenn das tägliche Versorgen von Tieren als olympischer Mehrkampf anerkannt wäre.

Denn die Disziplinen hätten wir längst zusammen:

Gras mähen von Hand.
Misten.
Füttern.
Jungpferde ausbilden.
Junghengste vorbereiten.
Material transportieren.
Mit dem Fahrrad Strecken zurücklegen, die andere mit funktionierenden Fahrzeugen fahren.

Und das alles nicht für eine Medaille.

Sondern weil Tiere versorgt werden müssen.
Weil Verantwortung übernommen werden muss.
Weil wir trotz aller Hindernisse immer noch an eine Zukunft glauben.

Der eigentliche Witz ist:

Wir sind immer noch da.

Trotz fehlender Förderung.
Trotz fehlender Lobby.
Trotz fehlender Olympia-Ambitionen.

Und vielleicht ist genau das die größte Leistung von allen.