Eine entschlossene Frau baut an einer massiven Steinbrücke über einer stürmischen Meeresbucht. Im Hintergrund links sieht man eine dunkle Gewitterfront und zerstörte Gebäude, während rechts auf der anderen Seite der Brücke ein friedliches, grünes Dorf im warmen Sonnenlicht liegt. Auf einem Holzbrett der Brücke steht der Schriftzug „WAS BAUST DU TROTZDEM?“.

Wenn die Angst vor der Zukunft größer wird als die Zukunft selbst

Was baust du trotzdem?

Wenn man sich derzeit durch Nachrichten und soziale Medien bewegt, könnte man meinen, die nächste Katastrophe steht schon vor der Tür.

Zu teuer. Zu wenig. Zu unsicher. Zu riskant.

Und während die einen darüber diskutieren, wer schuld ist, sitzen die anderen zu Hause und fragen sich, wie es weitergehen soll.

Das Verrückte daran ist: Die meisten Probleme beginnen nicht erst dann, wenn etwas tatsächlich fehlt. Sie beginnen in dem Moment, in dem wir anfangen, nur noch auf das zu schauen, was fehlen könnte.

Ab diesem Zeitpunkt verändert sich etwas in uns.

Ideen werden nicht umgesetzt. Träume werden verschoben. Projekte bleiben liegen. Investitionen werden auf später vertagt.

Wir hören auf, nach Möglichkeiten zu suchen, weil wir nur noch Risiken sehen. Und genau das ist die eigentliche Macht der Angst: Nicht, dass sie Recht hätte. Sondern dass sie uns davon abhält, überhaupt noch zu handeln. Sie nimmt uns die Gestaltungskraft und lässt uns in einer mentalen Warteschleife verhungern.

Die arrogante Exklusivität der Krise

Dabei hat jede Zeit ihre Schwierigkeiten. Jede Generation hatte ihre Krisen, ihre Unsicherheiten und ihre handfesten Gründe, warum etwas angeblich gerade gar nicht funktionieren kann.

Trotzdem wurden Häuser gebaut. Kinder großgezogen. Unternehmen gegründet. Tiere versorgt. Kunst erschaffen. Menschen haben sich verliebt, Höfe gekauft, Vereine gegründet und völlig neue Wege begonnen.

Nicht, weil die Welt damals sicher war. Sondern weil diese Menschen sich entschieden haben, ihr Leben nicht an der kollektiven Angst auszurichten.

Und hier müssen wir die Brücke schlagen von der bloßen Beobachtung hin zu unserer eigenen Realität.

Denn die eigentliche Frage dieser Zeit lautet nicht: „Wie schlimm wird es?“

Die Frage lautet: Worauf richte ich meinen Blick?

Auf das, was mir genommen werden könnte? Oder auf das, was ich erschaffen möchte?

Der innere Ort deiner Entscheidungen

Beides gleichzeitig funktioniert nämlich nicht. Wer den ganzen Tag auf den drohenden Mangel starrt, übersieht die Möglichkeiten, die längst direkt vor ihm stehen. Das hat nichts mit naiver Positivität zu tun oder damit, die Augen vor der Realität zu verschließen. Es bedeutet lediglich, der Angst nicht die Führung zu überlassen.

Ich kenne genügend Menschen, die mit sehr wenig Geld gestartet sind und trotzdem etwas Großartiges aufgebaut haben. Und ich kenne Menschen mit vollen Konten, die vor lauter Angst, alles zu verlieren, keinen Schritt mehr voranmachen.

Es ist also nie die äußere Situation, die uns blockiert. Es ist der innere Ort, aus dem heraus wir unsere Entscheidungen treffen.

  • Entscheidest du aus dem Mangel?
  • Oder entscheidest du aus dem Vertrauen in deine eigene Fähigkeit, auf das Leben zu antworten?

Die Welt da draußen wird sich weiter verändern. Das hat sie immer getan und das wird sie immer tun. Kollektive Panikwellen kommen und gehen wie Ebbe und Flut. Davon dürfen wir uns unbeteiligt machen.

Die weitaus spannendere Frage, die du dir heute stellen darfst, was du trotzdem baust?


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