Eine Person steht mit gesenktem Kopf Stirn an Stirn mit einem Pferd. Beide sind als dunkle Silhouetten vor einem lodernden Feuermeer zu sehen. Die Szene wirkt intensiv, still und kraftvoll, wie ein Moment absoluter Wahrheit im Angesicht von Flammen.

Warum meine Arbeit mit Tieren anders ist

(und warum sie oft missverstanden wird)

Tiere sind für mich keine Sportgeräte.
Keine Freizeitangebote.
Keine Projektionsflächen für menschliche Bedürfnisse.

Tiere reagieren auf Zustände.
Nicht auf Worte.
Nicht auf Konzepte.
Nicht auf das, was Menschen glauben zu tun.

Sie reagieren auf das, was im Menschen wirkt.

Genau deshalb ist meine Arbeit mit Tieren keine Methode,
sondern ein Sein.

Bei uns geht es nicht um Abteilungsreiten, Massentourismus oder Beschäftigungsprogramme.
Es geht um sinnvolle Beschäftigung statt Missbrauch.
Um angewandtes Reiten statt mechanischer Abläufe.
Um Miteinander statt Abstumpfung.

Ein Training, das Freude macht –
weil es dem Wesen des Tieres entspricht.

Tiere spiegeln. Punktgenau.

Tiere zeigen, was Menschen mitbringen.
Unruhe. Druck. Macht. Überforderung. Ungelöste Themen.

Je klarer und feuriger ein Tier ist,
desto kompromissloser diese Spiegelung.

Deshalb arbeite ich nicht mit offenen Konzepten,
nicht mit „mal ausprobieren“,
nicht mit beliebigem Zugang zu den Tieren.

Was Menschen bei Tieren abladen,
bleibt bei den Tieren.

Und genau dort beginnt das Problem in vielen Systemen:
Tiere werden auffällig, gefährlich oder „schwierig“ genannt –
obwohl sie lediglich ehrlich sind.

Nähe ist kein Recht

Nicht jedes Tier will berührt werden.
Nicht jedes Tier will Nähe.
Nicht jedes Tier will „Kuscheln“.

Besonders bei sensiblen Tierarten wie Lamas oder Alpakas
führt erzwungene Nähe zu Stress, Fehlverhalten
und im schlimmsten Fall zu lebensgefährlichen Situationen.

Was dann passiert, ist bekannt:
Die Tiere bezahlen den Preis für menschliche Grenzüberschreitung.

Warum ich Tiere entpersonalisiere

Ich vermenschliche Tiere nicht.
Ich mache eher das Gegenteil.

Ich versuche, das Wesen des Tieres sichtbar zu machen –
ohne menschliche Etiketten.

Denn sobald Tiere vermenschlicht werden,
verschwindet die Verantwortung des Menschen.

Dann heißt es:

  • „Das Pferd ist schwierig“
  • „Das Tier ist dominant“
  • „Das liegt an der Rasse“

Und nicht mehr:

  • „Was bringe ich hier eigentlich mit?“

Mein Sein mit den Tieren

Meine Arbeit entsteht aus jahrzehntelanger Erfahrung
mit Ausbildung, Training, Therapie und Alltag.

Ich arbeite nicht darauf hin, dass etwas „funktioniert“.
Ich arbeite darauf hin, dass Stimmigkeit entsteht.

Deshalb reagieren Tiere bei mir oft anders,
als Menschen es gewohnt sind.

Nicht, weil ich etwas „Besonderes mache“.
Sondern weil ich vieles nicht mache:

  • keinen Druck
  • keine Überforderung
  • keine Fremdpakete

Das irritiert.
Und es stößt auf Widerstand.

Warum das aneckt

Viele Menschen reagieren ablehnend auf meine Arbeit,
weil sie genau das sichtbar macht,
was sie selbst nicht anschauen wollen.

Manches wird kopiert.
Manches wird verzerrt.
Manches wird abgewertet.

Anerkennung bleibt oft aus.
Finanzierung erst recht.

Und trotzdem bleibe ich dabei.

Weil mir das Wesen des Tieres wichtiger ist
als Akzeptanz, Bequemlichkeit oder Profit.

https://www.drachenzentrum-ullrich.de/


Variante 1 – neutral & würdevoll „Ein stiller Raum der Begegnung und Veränderung – getragen von Klarheit, Präsenz und Resonanz.“

Ab Heute

Heute halte ich keinen Raum mehr, um verstanden zu werden.
Ich halte einen Raum, weil er da ist.

Nicht jeder, der kommt, darf bleiben.
Nicht jede Stimme hat hier Gewicht.
Nicht jede Wahrheit sucht Austausch.

Ich arbeite nicht mit Überzeugung.
Ich arbeite mit Resonanz.
Mit dem, was bleibt, wenn Druck geht.

Was ich tue, ist kein Angebot.
Es ist ein Ort.
Ein Ort für Menschen (und Tiere), die bereit sind, sich selbst zu begegnen –
ohne Kampf, ohne Bekehrung, ohne Rollen.

Ich stehe denen bei,
die spüren, dass Veränderung ansteht,
aber noch nicht sehen, wie sie gehen soll.
Ich erkläre nicht von oben.
Ich gehe nicht voraus.
Ich bleibe an der Seite, bis der eigene Schritt sichtbar wird.

Wer sich beteiligen möchte, tut das nicht durch Worte.
Sondern durch Haltung.

Durch Dasein.
Durch Weitertragen.
Durch Unterstützung dort, wo ein Raum erhalten werden will.
Durch ein Ja zu Tiefe statt Lautstärke.

Und wer das unterlässt,
wer diesen Raum nicht achtet,
ihn angreift, übergeht oder benutzen will,
der findet hier keinen Halt.

Nicht aus Härte.
Sondern aus Klarheit.

Denn die Quelle, aus der hier gewirkt wird,
ist es sich nun wert, getragen zu werden
nicht nur zu geben.
Nicht mehr unsichtbar.
Nicht mehr erschöpfend.
Sondern im Gleichgewicht von Geben und Empfangen.

Manche kommen für ein Gespräch.
Manche für eine Begleitung.
Manche, um einen Ort möglich zu machen,
an dem all das überhaupt stattfinden kann.

Wer sucht, findet vieles.
Wer bereit ist, findet manchmal genau das.

Heute bleibt dieser Raum ruhig.
Und genau darin wirkt er.