Frau mit weißen Haarpartien lehnt den Kopf an zwei junge, schlanke Pferde mit langen Mähnen; warmes Sonnenlicht fällt von hinten und verbindet Mensch und Tier in ruhiger Nähe.

Tiergestützte Arbeit & Herdenraum

„Austausch – Arbeitsvorbereitung“

Es wurde sich über mangelnden Austausch beschwert. Von daher möchte ich mal etwas von uns hergeben 🫣

Ich hatte eigentlich gewartet mit einer Vorstellung, bis ich den Hof meiner Träume bekommen und eingerichtet habe, um dann von meiner Arbeit zu erzählen.
Aufgrund dieses Beitrags mache ich das jetzt vorgezogen.

Ich lebe und arbeite seit über fünfzig Jahren mit Tieren – in Aufzucht, Haltung und Training.
Seit 2010 bin ich nicht nur angewandte Westernreiterin und Familienberaterin, sondern auch Reittherapeutin.

Ich arbeite nicht mit einzelnen Pferden, sondern mit einer Herde.

Eine Herde ist kein Bestand – sie ist ein lebendiges System.
Mit Beziehungen, Aufgaben und Übergängen zwischen den Generationen.

Gleichzeitig befinden wir uns im Generationswechsel:
Die Tiere, die derzeit arbeiten, ziehen den Nachwuchs auf, damit sie später in Rente gehen können, wenn der Nachwuchs den Staffelstab übernommen hat.

Und jedes Tier bleibt Teil der Familie – bis zu seinem natürlichen Ende.
Deshalb brauchen wir keinen kleinen Hof.

Das bedeutet:
Wir arbeiten nicht auf Zeit.
Wir bauen nicht auf Austausch.
Wir leben Verbindung.

Mit der gesamten Herde sind wir aktuell auf der Suche nach einem Zuhause, das den Ansprüchen unserer Tiere gerecht wird und in dem wir sowohl von Behörden als auch von der Bevölkerung willkommen sind – was aktuell der Nadel im Heuhaufen entspricht.

Es geht nicht um „ein Pferd“, sondern um eine gewachsene Herde mit allem, was sie braucht, um ihrer Natur zu folgen, einen eigenen Job zu entwickeln und anbieten zu können, was sie in der Begegnung mit Besuchern machen möchte.

Was unsere Arbeit besonders macht, ist nicht das „Angebot“, sondern das, was die Tiere selbst mitbringen.

Jedes Tier entwickelt innerhalb der Herde seinen eigenen Ausdruck und seine eigene Art der Interaktion mit Menschen.
Nichts wird aufgesetzt. Nichts wird erzwungen.

Begegnung entsteht.

Allein das Beobachten dieser Herde – wie sie kommuniziert, interagiert, Grenzen setzt, trägt und reagiert – kann bereits ein ganzes Kurswochenende füllen.

Das ist ein System, das über fünfzig Jahre gewachsen ist und gelebt wird – und das seine eigene Hausordnung trägt, die respektiert werden muss.
Etwas, das dem heutigen gespaltenen und ständig modernisierten Tierverständnis oft fehlt.

Da mir der Schutz der Tiere sehr wichtig ist, entsteht aktuell die Idee eines digitalen Vorbereitungsraumes.
Ein Raum, in dem Menschen die Herde kennenlernen können, bevor sie ihr real begegnen.

Damit Begegnung nicht aus Neugier entsteht, sondern aus Verständnis und Respekt.

Diese Arbeit ist über Jahrzehnte gewachsen und folgt einer klaren inneren Ordnung.

Wer sich darauf einlässt, begegnet nicht nur Tieren, sondern einem lebendigen Gefüge, in dem Entwicklung, Spiegelung und echte Verbindung möglich werden.

Wer unterstützen möchte, kann das unteranderem hier tun:

https://www.startnext.com/der-naechste-schritt-fuer-unse

oder auch direktüber den Laden in der Mühlstraße 1 Zweibrücken ,

oder auch direkt über die Website :

https://www.drachenzentrum-ullrich.de/