Gemaltes Bild eines warmen Ateliers, in dem eine Frau mit zwei Kindern ruhig und konzentriert malt und gestaltet, umgeben von Farben, Papier und weichem Licht.

wenn aus dem eigenen Erleben die Berufung geboren wurde

Als meine Kinder klein waren, habe ich mit ihnen nicht nur das gemacht, was später als Reittherapie bezeichnet wird. Wir waren draußen, wir waren mit den Ponys unterwegs, wir haben gemeinsam erlebt, was Verbindung bedeutet. Gleichzeitig gab es noch eine zweite Ebene, die genauso wichtig war.

Ich habe mit meinen Kindern gestaltet.

Wir haben gebastelt, gemalt, ausprobiert, erschaffen. Nicht als Beschäftigung, sondern als Zugang. Zu sich selbst, zu Gefühlen, zu dem, was oft nicht gesagt werden kann.

Ich habe dabei sehr früh gesehen, was sowohl im Kontakt mit den Tieren als auch im kreativen Arbeiten passiert – gerade bei Kindern, die innerlich unter Druck stehen oder sich nicht mehr ausdrücken können.

Heute arbeite ich schwerpunktmäßig mit Menschen, die Trennung erlebt haben.

Vor allem Trennungen im familiären Kontext.
Scheidungen.
Zerbrochene Strukturen.
Und die Folgen davon.

Nicht als Theorie, sondern als das, was im Alltag bleibt:

Kinder, die sich zurückziehen.
Kinder, die sich nicht mehr öffnen.
Eltern, die nicht mehr an ihr Kind herankommen.
Gespräche, die nichts mehr klären.

Und Erwachsene, die merken, dass etwas in ihnen dauerhaft angespannt oder blockiert ist, ohne genau greifen zu können, warum.

Viele dieser Situationen haben eine gemeinsame Grundlage:

Erlebte Trennung, die nicht wirklich verarbeitet wurde.

Und genau hier greift klassische Familienberatung oft zu kurz.

Wenn Kinder sich öffnen und das, was sie sagen, direkt weitergegeben wird, kann das Vertrauen zusätzlich beschädigen. Das Kind lernt, vorsichtiger zu werden. Die Eltern verlieren gleichzeitig den Zugang und verstehen nicht, warum.

Es entsteht keine echte Klärung, sondern häufig eine Verstärkung der bestehenden Dynamik.

Meine Arbeit setzt an einem anderen Punkt an.

Ich arbeite nicht damit, Inhalte sofort nach außen zu tragen oder Probleme direkt zu besprechen. Ich arbeite damit, einen Zugang nach innen herzustellen – zu dem, was unterhalb der sichtbaren Konflikte liegt.

Der Raum dafür ist das Atelier.

Dort arbeite ich mit Erwachsenen – nicht mit Kindern.

Mit Hypnose, mit Traumreisen, mit idiomotorischem Zeichnen und mit kreativen, selbstständigen Prozessen, die einen Zugang ermöglichen, der nicht über den Verstand gesteuert ist.

Das Ziel ist nicht, sofort Lösungen zu formulieren.
Das Ziel ist, überhaupt wieder wahrnehmen zu können, was im eigenen Inneren wirkt.

Diese Arbeit basiert nicht auf spontanen Ideen oder einzelnen Erfahrungen.

Ich habe über Jahre hinweg Fortbildungen, Supervisionen und intensive Selbsterfahrungsprozesse durchlaufen. Gleichzeitig habe ich meine eigenen Erfahrungen aus familiären Prozessen, Trennung und Klärungsarbeit integriert und reflektiert.

Das, was heute im Atelier stattfindet, ist das Ergebnis dieses Weges.

Nicht improvisiert, sondern aufgebaut.

Wenn dieser innere Zugang wieder entsteht, verändert sich auch das, was im Außen passiert.

Nicht durch neue Regeln oder Techniken, sondern durch eine veränderte innere Haltung. Gespräche werden klarer, Reaktionen ruhiger, Verbindung wieder möglich.

Die tiergestützte Arbeit ist ein nächster Schritt, der sich aktuell im Aufbau befindet.

Sie ist bewusst nicht der Ausgangspunkt, sondern baut auf dem auf, was im Menschen selbst bereits geklärt und stabilisiert ist.

Die Grundlage dafür entsteht im Atelier.

So entsteht eine Arbeit, die nicht darauf ausgerichtet ist, schnell Lösungen zu produzieren, sondern darauf, nachhaltige Veränderung zu ermöglichen.

Und genau darin liegt ihre Wirkung.


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