Ein stilles, lichtvolles Bild der Regenbogenbrücke: Mehrere Tiere – Hunde, Katzen, ein Vogel und ein Kaninchen – gehen über einen schimmernden Regenbogenbogen ins Licht. Am Anfang der Brücke sitzt ein Mensch mit weiteren Tieren und schaut ihnen nach. Die Szene vermittelt Abschied, Verbundenheit und Frieden.

Wenn ein Tier geht – und ein Teil von dir mitgeht

(Sinnkrise, Abschied, Trauer um ein Tier)

Es gibt Abschiede, auf die man sich nicht vorbereiten kann.
Nicht, weil sie plötzlich kommen – sondern weil sie tiefer gehen, als Worte reichen.

Wenn ein Tier stirbt, das dich lange begleitet hat,
geht nicht nur ein Wesen.
Es geht ein Teil deines Alltags.
Ein Teil deines Körpers.
Ein Teil deines inneren Gleichgewichts.

Viele Menschen erleben nach dem Tod eines Tieres eine Sinnkrise, ohne sie so zu nennen.
Sie funktionieren weiter, sie erklären sich, sie hören Sätze wie
„Es war doch nur ein Tier“
und merken gleichzeitig:
So einfach ist es nicht. Und war es nie.

Ein Tier, das lange an deiner Seite war,
hat dich gesehen in Zuständen, die kaum jemand sieht.
Es war da, ohne Fragen.
Ohne Erwartungen.
Ohne Bedingungen.

Wenn dieses Wesen geht, entsteht oft eine stille Leere,
die nichts mit Drama zu tun hat,
sondern mit Verbundenheit.

Manchmal fühlt es sich an,
als wäre nicht nur das Tier gestorben,
sondern auch ein Teil von dem Menschen, der man mit ihm war.

Diese Trauer ist real.
Auch wenn sie keinen offiziellen Platz hat.
Auch wenn es dafür keine festen Rituale gibt.

Viele Menschen fragen sich in dieser Phase:

  • Warum trifft mich das so stark?
  • Warum komme ich nicht einfach „darüber hinweg“?
  • Warum fühlt sich mein Leben plötzlich verschoben an?

Die Antwort ist oft schlicht:
Weil Bindung endet, nicht nur Anwesenheit.

Und Bindung endet nicht sauber.
Sie löst sich langsam.
In Wellen.
Im Körper.
In Erinnerungen, die plötzlich überall auftauchen.

Es ist in Ordnung, wenn du nicht sofort weißt,
wie du damit umgehen sollst.
Es ist in Ordnung, wenn Worte fehlen.
Und es ist in Ordnung, wenn du spürst,
dass du diesen Abschied nicht alleine halten möchtest.

Manchmal braucht es einen Raum,
in dem man noch einmal erzählen darf.
Oder schweigen.
Oder sich verabschieden –
nicht vom Tier, sondern von dem Abschnitt des eigenen Lebens,
der mit ihm verbunden war.

Trauer um ein Tier ist keine Nebensache.
Sie ist ein echter Übergang.

Und Übergänge dürfen Zeit brauchen.

Wenn du gerade in so einer Phase bist,
bist du nicht falsch.
Nicht zu empfindlich.

Du bist mitten in einem Prozess,
der Würde verdient.

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